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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Freistil beim Mozartfest mit Streichquintetten

Im zweiten Teil des „Freistil“- Kammermusikfestivals innerhalb des Mozartfestes holten Sarah Christian und Maximilian Hornung noch mehr spielfreudige Streicherkollegen zu einem wunderbaren Abend der Streichquintette nach Augsburg

Von Halrun Reinholz

Text

Antje Weithaas (Violine), Sarah Christian (Violine), Nils Mönkemeyer (Viola), Jano Lisboa (Viola), Maximilian Hornung (Cello) v.l. - Foto (c) Christian Menkel


Auch der zweite Kammermusikabend beim Mozartfest mit dem Titel „Klavierquintettspuren“ hatte nicht unter mangelndem Publikumszuspruch zu leiden. Neben Sarah Christian und Maximilian Hornung bildeten namhafte Kollegen wie Antje Weithaas (Violine), Jano Lisboa (Viola) und der in Augsburg bereits solistisch bekannte Nils Mönkemeyer (Viola) ein Streichquintett für das hoffnungslos ausverkaufte Konzert im Kleinen Goldenen Saal. Ein Ort, der als Wirkungsstätte des Schülers Leopold Mozart eng mit der Familiengeschichte der Mozarts und daher auch mit der Mozartstadt verbunden ist und deshalb bei keinem Mozartfest als Aufführungsstätte fehlen darf – ganz abgesehen von dem wunderbar passenden Rokoko-Ambiente.

Diesmal trat (Wolfgang Amadeus) Mozart selbst im Programm in Erscheinung mit seinem späten Streichquintett C-Dur KV 515, das tatsächlich kaum „mozartisch“ wirkt. Im Anschluss dann wiederum Felix Mendelssohn-Bartholdy mit dem Streichquintett B-Dur op. 87, der als „Mozart der Romantik“ sehr von Mozart und der Klassik geprägt war und sich deshalb für die „Spurensuche“ besonders anbietet. Auch Johannes Brahms war nachweislich ein Bewunderer der Formensprache von Mozart. Die fünf Streicher wählten für den zweiten Teil des Programms sein Streichquintett Nr. 2 G-Dur, weil es auf meisterhafte Weise die Leichtigkeit und Unbeschwertheit der Klassik erkennen lässt.

Im sommerlich überheizten Saal waren die Zuhörer zwar etwas geschlaucht, doch die Abgeschlossenheit des Raums war vor allem der Tatsache geschuldet, dass die Konzerte der Freistil-Reihe für den Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet wurden – ein Beweis dafür, dass es sich um hochkarätige  Aufführungen handelte. Das Publikum musste davon nicht überzeugt werden, der jubelnde Applaus führte diesmal sogar zu einer Zugabe der Musiker. Sie gaben dem Bayerischen Rundfunk damit die Chance, „den letzten Satz des Brahms-Konzertes noch einmal aufzuzeichnen“, wie Maximilian Hornung augenzwinkernd verkündete.

Die Spurensuche bei Mozart und seinen „Nachfolgern“ scheint den jungen, temperamentvollen Musikern ganz eindeutig Spaß zu machen.



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