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Samstag, 07.03.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Freilichtbühnen-Debakel: Was ist jetzt mit den Eintrittskarten?

Die Nachricht von der kurzfristigen Sperrung der Augsburger Freilicht­bühne aufgrund statischer Mängel hat bei vielen Ticket­inhabern für Verun­siche­rung gesorgt. Da die Traditions­spiel­stätte für die gesamte Saison 2026 ausfällt und stattdessen das Gaswerk-Areal als Ersatz­spiel­stätte dient, fragen sich nun Tausende, was aus ihren bereits bezahlten Plätzen wird.

Von Bruno Stubenrauch

Freilichtbühne – Foto: DAZ / Stefan Steinhagen

Die gute Nachricht vorab: Die meisten Karten behalten ihre Gültigkeit oder werden unkom­pliziert erstattet. Für die Fans von Schiller (10. August) und Gerhard Polt & den Well-Brüdern (11. August) gibt es bereits Gewissheit: Die Veran­staltungen werden an das Gaswerk verlegt. Auch für das Konzert von Gert Steinbäcker wird dieser Umzug aktuell vorbereitet. Der Veran­stalter Lothar Schlessmann betont jedoch, dass dieser Standort­wechsel für die Künstler ein Kom­pro­miss ist – die Konzerte finden nur statt, wenn das Publikum den Umzug mitmacht.

Neue Sitzordnung erfordert Ticket-Umtausch

Wer bereits ein Ticket besitzt, muss am Gaswerk mit einer neuen Sitz­ordnung rechnen. Da dort auf einer ebenen, bestuhlten Fläche statt auf einer steilen Tribüne gespielt wird, ist ein Ticket-Umtausch erforderlich. Online-Käufer müssen nicht selbst aktiv werden; sie erhalten ihre neuen Karten zwischen dem 15. März und 30. April 2026 auto­matisch per E-Mail. Wer jedoch sein Hardticket in einer Vor­ver­kaufs­stelle erworben hat, muss dieses dort bis spätestens einen Tag vor dem Konzert­besuch gegen ein neues Dokument eintauschen.

Sportfreunde Stiller haben abgesagt

Nicht alle geplanten Highlights können gerettet werden. Die Band Sportfreunde Stiller hat ihren Auftritt am 15. August aufgrund der fehlenden Freilicht­bühne abgesagt. In diesem Fall erfolgt die Rück­erstattung bei Online-Käufen automatisch über den jeweiligen Zahlungs­anbieter. Käufer, die ihre Karten in einer Vor­ver­kaufs­stelle erworben haben, werden gebeten, eine E-Mail mit ihrem Namen und der Sitz­platz­nummer an die Adresse Freilichtbuehnenticket@augsburg.de zu senden.

Uneinheitliches Vorgehen beim Theater

Auch beim Staatstheater Augsburg gibt es Einschnitte: Die Oper „Turandot“ entfällt ersatzlos. Das Musical „Spamalot“ hingegen zieht ebenfalls ins Gaswerk um. Hier verfährt das Theater jedoch anders als die Konzert­agenturen: Sämtliche alten Tickets für die Freilicht­bühne werden automatisch storniert und innerhalb von 30 Tagen zurück­gezahlt. Wer bereits ein Ticket hatte, geht aber nicht leer aus: Diese Personen erhalten ein exklu­sives, ein­wöchiges Vorkaufs­recht für die neuen Termine am Gaswerk, sobald der Vor­verkauf im März neu startet.

Stadtsommer: Rückgabe auf Kulanz bis Ende April

Für alle, die den neuen Standort im Gaswerk nicht besuchen möchten oder mit dem neuen Sitzplatz unzu­frieden sind, bietet die Stadt eine Kulanz­regelung an. Bis zum 30. April 2026 können die Tickets für die Stadt­sommer-Konzerte über die oben genannte E-Mail-Adresse zurück­gegeben werden. Ab dem 15. März wird zudem der neue Sitzplan online ver­öffent­licht, sodass sich Besucher ein Bild von der Situation vor Ort machen können.