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Mittwoch, 04.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Fortsetzung nach „grandiosem Auftakt“

Am Freitag kommt das zweite Konzert von „augsburg jazzt“

Von einem “grandiosen Auftakt” des jazzclub augsburg Jazzclubs hatte die DAZ vor einem guten Jahr gesprochen. Das Konzert im Oktober 2012, bei dem sich eine große Zahl Augsburger Jazzbands von Avantgarde bis Tradition vorstellte, war ein Riesenerfolg. Nun will der Jazzclub daraus eine Tradition machen und hat sich eine neue Örtlichkeit gesucht: Am Freitag gibt es ein neues Konzert mit ähnlichem Zuschnitt – diesmal im Stadttheater.



“auxburg jazzt!” – solch ein Motto ist immer ein wenig hochgegriffen, wenn es um die Kunst der improvisierten Musik geht. Denn in Wahrheit ist der Jazz nach wie vor ein Nischenprodukt für ein Nischenpublikum. “Augsburg feiert”, könnte man auch am Freitagabend wahrscheinlich mit mehr Berechtigung sagen – denn die Mehrheit wird, wie an jedem Wochenende, in den einschlägigen Kneipen rings um die Maxstraße zu finden sein. Doch darum geht’s ha auch gar nicht – die Veranstalter haben wohl weniger im Sinn, den Jazz massenkompatibel zu machen, als vielmehr, gerade die Augsburger Produzenten dieser edlen Kunst bekannt zu machen; zu zeigen, dass am Lech eine enorme Zahl hochkarätiger Musiker zuhause ist, die man hören muss.

Gut, dass die Theaterleitung die Zeichen erkannt hat und den Augsburg-Jazz zu den kulturellen Eckpfeilern zählt, die zumindest gelegentlich ins Große Haus am Kennedyplatz gehören – jedenfalls im Verständnis von Intendantin Juliane Votteler, die das Theater auch zu einem Kulminationspunkt machen möchte, an dem sich städtische Kultur und interessierte Bürgerschaft gegenseitig wahrnehmen, treffen, austauschen.

Illustre Namen aus allen Sparten des Augsburger Jazz

Soviel zur Theorie, doch nun zur Praxis: Erneut treffen sich am Freitag Augsburger Jazzer beinahe jeder Jazz-Couleur auf der Bühne. Vom Duo bis zur Bigband sind alle Größen vertreten, gemeinsam werden sie die unterschiedlichsten Facetten des Jazz zeigen. Mit dabei sind Ten for Swing, das Harrycane Orchestra, Walter Bittners Zakedy Music, Vatapá, die Cubops, das Projekt Trödelmarkt der Träume, die Lechtown Kneeoilers, JazzBreak, Klangstudio Zwo, Swing la vie, Three for Jazz, Trio Zahg, die Big Musikwerkstatt Band mit diversen Solisten und Nice Blue Swing – alles in allem an die 70 Musikerinnen und Musiker. Hinter den Namen der Bands verstecken sich Jazzer wie Stephan Holstein, Harry Alt, Kay Fischer, Walter Bittner, Tilman Herpichböhm, Jan Kiesewetter, Uli Fiedler, Johannes Ochsenbauer, Robert Vogg, Bernd Haselmann, Jim Holzhauser, Fred Brunner, Tobias Reinsch, Wolfgang Immerz, Stefan Sonntag , Buddy Brudzinski, Daniel Eberhard, Sepp Holzhauser, Bernd Haselmann, Thomas Konzmann, Fred Brunner, Manfred Blaas, Stefan Sonntag, Buddy Brudzinski und viele, viele mehr – die meisten von ihnen mit einem Bekanntheitsgrad weit über Augsburg hinaus.

Damit nicht alles wie beim ersten Mal ist, haben sich die Veranstalter eine Neuerung ausgedacht, deren Nutzen man wohl erst nach dem Konzert einschätzen kann: Die MusikerInnen folgen, jeweils auf ihre Art, einem Thema. Der Spielort soll dabei zum Programm werden, Titel aus Bühnenwerken und Broadwayverfilmungen, präsentiert im jeweils eigenen Stil der Interpreten, wechseln sich ab mit Eigenkompositionen, die das “Theater im Kopf” in Musik übersetzen. Mal sehen, mal hören!

Freitag, 22. November 2013, 20 Uhr – Theater Augsburg / Großes Haus.

Karten zu € 25 € (ermäßigt 20 €) gibt es bei der Buchhandlung Rieger & Kranzfelder, Maximilianstr. 36, Tel. 517880, sowie beim Besucherservice des Theaters Augsburg, Tel. 3244900, theater@augsburg.de.

» www.jazzclub-augsburg.de