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Samstag, 18.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FDP: Kupa-Künstler brauchen realistische Perspektive

Am gestrigen Sonntag stellte die Augsburger FDP auf ihrem Neujahrsempfang ihr Wahlprogramm vor. In Sachen Kultur steht die FDP für „eine Unterstützung der Kulturszene im Allgemeinen, aber eben auch für die Kleinkunst“.

Die FDP Augsburg sieht die jetzige und auch die kommende Stadtregierung in der Pflicht, den derzeit auf dem Reese-Areal ansässigen Künstlern eine zukunftsfähige Perspektive zu bieten. Dem Vorschlag der SPD, einen Teil des Kulturparks auf dem Reese-Gelände zu belassen, erteilt die FDP eine Absage. „Welchen Sinn macht es, die über Jahre zusammengewachsene Künstlergemeinde des Kulturparks West auseinander zu reißen? Worin besteht der Mehrwert, eine kleine Enklave, isoliert von der restlichen Szene, zu schaffen?“, so Michael Oczipinsky in einer Pressemitteilung. Das Oberhauser Gaswerk scheine auf den ersten Blick eine attraktive Lösung. Die von den Stadtwerken in Auftrag gegebene Studie bezüglich der Kosten müsse natürlich in die Entscheidungsfindung einfließen. „Gaswerk ja, aber nicht um jeden Preis!“, so die Positionierung der FDP zum Thema „Kreativ-Quartiere“. Einen großen Vorteil der Verlagerung der Künstlerszene auf das Areal des Gaswerkes sieht die FDP darin, dass durch das Grenzenlos-Festival bereits ein Grundstein für eine kulturelle Nutzung gelegt wurde. „Der wachsende Zuspruch, den das Grenzenlos-Festival erfährt, zeigt, dass diese Location durchaus Zukunft hat, gerade was eine kulturell-künstlerische Nutzung anbelangt“, so Oczipinsky.