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Samstag, 24.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA vs. Leverkusen: Weinzierl unter Druck

Am morgigen Mittwoch (20 Uhr) empfängt der FC Augsburg in der 5. Runde der Fußballbundesliga Bayer Leverkusen. Die SGL-Arena ist nicht ausverkauft und außerhalb der Stehränge sind noch in allen Kategorien Karten erhältlich. Sollte der FCA dieses Heimspiel verlieren und am kommenden Wochenende in Hoffenheim auf keinen grünen Zweig kommen, dann wird es mit der ostentativ zur Schau gestellten Ruhe in Augsburg vorbei sein.

Von Siegfried Zagler

In der Vorsaison gab es die einzigen beiden Ligaspiele in der Match-Historie der beiden Teams – die Leverkuser siegten jeweils mit 4:1. Davor trafen beide Teams zweimal im DFB-Pokal aufeinander. Bayer konnte sich beide Male durchsetzen. In vier Pflichtspielen vier Niederlagen für den FCA. In der Bundesliga 2:8 Tore. Dass der FC Augsburg  diese Negativserie bricht, scheint aktuell nicht sehr wahrscheinlich – aber auch nicht unmöglich. In allen bisherigen Partien zeigte der FCA phasenweise Klasse und Leverkusen ist mit vier Punkten und vier geschossenen Toren sehr verhalten in die Saison gestartet und hat beide Auswärtsspiele in Frankfurt und Dortmund verloren.

Augsburgs 1:4 Heimniederlage gegen Leverkusen am 5. Spieltag der Vorsaison war die höchste Heimniederlage in der kurzen Bundesligageschichte des FCA, der insgesamt zum 6. Mal seit seiner Zugehörigkeit zum Oberhaus Träger der Roten Laterne ist. Fünf Mal zierte der FCA in der vergangenen Saison das Tabellenende. In dieser Saison sind die Brechtstädter nach der Niederlage in Mainz erstmalig Tabellenletzter, was ohnehin nur statistischen Wert hat, denn die Tabelle spricht erst nach dem 34. Spieltag die Wahrheit. In der Vorsaison  hatte Augsburg nach 4 Spieltagen 2 Punkte auf dem Konto und 3 Tore geschossen, ein wahrer Segen im Vergleich zu diesem Jahr, in dem nach 4 Spielen nur 1 Punkt und 1 Tor zu verbuchen sind. Demnach geht der aktuelle Tabellenstand der Augsburger völlig in Ordnung. Könnte man meinen, doch diese Statistik spricht eine andere Sprache: Nur Bayern (84.4%), Dortmund (73.9%) und Frankfurt (72.6%) passen in der gegnerischen Hälfte genauer als Augsburg (72.2%). “Zahlen sind Schall und Rauch”, so der erste Gedanke, wenn man die vier zurückliegenden FCA-Spiele Revue passieren lässt.

Weinzierl stellt die richtigen Spieler auf die falschen Positionen

Jens Hegler und Hajime Hosogai spielten leihweise beim FCA und sind nun wieder zurück bei Bayer. Beide werden nicht von Beginn an spielen. In Augsburg fängt man sich langsam an zu fragen, ob FCA-Trainer Markus Weinzierl noch zu grün hinter den Ohren ist, um in seiner ersten Bundesligasaison zu bestehen. Bisher bekam Weinzierl von der DAZ schlechte Noten. Er stellt die die richtigen Spieler auf die falschen Positionen, setzt die falschen Spieler auf die Bank und scheint keinen hinreichenden Matchplan zu haben. So könnte man die Kritik an Weinzierl kurz zusammenfassen. Wäre der FCA in den folgenden Partien erfolgreich, ohne dass Weinzierl anders als bisher agierte, wäre dies aus Sicht von DAZ-Autor Manfred Seiler schwer erklärbar, weil ein Wunder. Damit darf man natürlich nicht rechnen: Giovanni Sio soll laut Kicker nicht im Augsburger Aufgebot sein.