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Freitag, 08.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA vs. Dortmund: Ein Sieg ist vorstellbar!

Am heutigen Samstag empfängt der FC Augsburg zum Start der 51. Bundesligasaison mit Borussia Dortmund die zweitstärkste Mannschaft der Liga.

Von Siegfried Zagler

Es ist das dritte Mal, dass der FCA in die Bundesliga startet und es ist das dritte Mal, dass er die Saison im Oberhaus mit einem Heimspiel beginnt. Die Startbilanz der Augsburger ist schwach. In der Saison 2011/12 begann man mit einem 2:2 gegen Freiburg und in der zurückliegenden Saison verlor man gegen den späteren Absteiger Düsseldorf mit 0:2. Bei beiden Spielen war das Stadion auf dem Lechfeld nicht ganz ausverkauft. Die heutige Partie ist seit Wochen restlos ausverkauft, was auch für den Gästeblock gilt. Im Einzelnen sieht das so aus: 30.660 Plätze gesamt, davon sind  11.034 Stehplätze, 19.060 Sitzplätze, 1.700 Business-Seats sowie 520 Logenplätze, 46 Plätze für Rollstuhlfahrer, 99 Presseplätze. Das Spiel beginnt um 15.30 Uhr. Über die Siegchancen der beiden Mannschaften geben die Wettbüros die sichersten Auskünfte: Für einen FCA-Sieg bekäme man 6,50 Euro für einen Euro Einsatz, für einen BVB-Sieg lediglich 1,45 Euro.

Die Dortmunder beeindruckten bisher als Team

Die Dortmunder haben einen atemberaubenden Aufstieg in die Elite des europäischen Fußballs hinter sich. Sie sind bekannt dafür, dass sie bei Balleroberung schnell in die Spitze spielen. In den vergangenen beiden Spielzeiten beeindruckten die Dortmunder als Team, das ohne Einbrüche von Erfolg zu Erfolg eilte. Mit der Verpflichtung von Mario Götze und der beabsichtigten Verpflichtung von Robert Lewandowski trieb der FC Bayern einen Keil in den gelb-schwarzen Lust- und Systemfußball.

Neben Götze verließen Bakalorz, Sobiech, Bittencourt, Santana, Ginczek, Koch und Leitner Dortmund. Laut Transfermarkt.de erwirtschaftete Dortmund damit 44,6 Millionen Euro Transfereinnahmen. Neuverpflichtungen gab es am Borsigplatz natürlich auch: Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis tragen ab dieser Saison das gelb-schwarze Borussentrikot. 50 Millionen Euro hat man dafür investiert. – Der Marktwert des 28köpfigen FCA-Kaders wird bei Transfermarkt.de insgesamt auf 31,3 Millionen geschätzt. Soviel zum Geld, das bekannterweise keine Tore schießt, was man über Robert Lewandowski nicht sagen kann. Gegen den FCA traf er in vier Spielen sechs Mal, zuletzt beim 4:2 Heimsieg der Dortmunder erzielte Lewandowski zwei Tore, obwohl er erst in der 52. Minute eingewechselt wurde.

Wie kann man Lewandowski aus dem Spiel nehmen?

Falls der angeschlagene Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan spielen sollte, müsste er von Moravek und Baier bekämpft werden. Gündogan ist der “neue Götze” in Dortmund. Die linke Borussenseite müsste außerdem von Hahn und Verhaegh sehr frühzeitig attackiert werden. Reus und Bender darf man kein Tempo aufnehmen lassen. Die robustere rechte Seite der Borussen darf man einen Tick tiefer eindringen lassen, um dann bei Balleroberung in diese Lücke zu stoßen. Insgesamt gilt, dass der FCA das Spiel gewinnen kann. Er muss dazu allerdings über 90 Minuten einen nicht erschütterbaren Willen entwickeln. Und er darf nicht den Fehler begehen, gegen Dortmund mitspielen zu wollen. Der FCA kann gegen Dortmund nur mithalten, wenn jeder Spieler jeden Zweikampf mit großer Intensität führt. Die Dortmunder waren gegen stärkere Mannschaften sehr oft auf der Siegerseite, weil sie auf eigene Spieleröffnungsstrategien verzichtet haben. Den Gegner bekämpfen und bei Balleroberung schnellstmöglich den Abschluss suchen: So gewannen die Dortmunder meist gegen die Bayern. Es ist einfach gesagt, aber es ist zutreffend: Man muss die Borussen mit ihren eigenen Waffen schlagen. Was aber macht man mit der eleganten Tormaschine Lewandowski? Gelingt es, ihn aus dem Spiel zu nehmen, ist für den FCA ein Sieg vorstellbar.