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Mittwoch, 30.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

FCA verliert erneut nach Koubek-Patzern

Der FC Augsburg verliert am 24. Spieltag der Fußballbundesliga gegen Borussia Mönchengladbach vor knapp 30.000 Zuschauern in der WWK-Arena mit 2:3. Die Tore erzielten Ramy Bensebaini (49.) und Lars Stindl (53./79.) für Borussia Mönchengladbach sowie Eduard Löwen (57.) und Alfred Alfred Finnbogason (83.) für den FCA.

Von Udo Legner

Augsburgs Coach Martin Schmidt veränderte sein Team nach der 0:2 Niederlage in Leverkusen gleich auf vier Positionen: Für Kapitän Baier (gesperrt), Framberger, Uduokhai und Jensen liefen Löwen (Startelfdebüt), Lichtsteiner, Gruezo und Vargas auf. Die größten Aufreger in der ansonsten faden ersten Hälfte gab es gleich zum Auftakt der Partie. Schon in der ersten Spielminute sah Stephan Lichtsteiner nach rüdem Foulspiel an Rami Bensebaini die gelbe Karte. In der fünften Minute Hoffen und Bangen in der WWK-Arena, als der Ball die Hand des Offensiv Spielers Thurams im Gladbacher Strafraum touchierte. Doch nach Heranziehen des Videoassistenten entschied der Unparteiische Markus Schmidt auf Weiterspielen.

Eine erste Halbzeit zum Vergessen

Da weder der FCA noch die Gäste bereit waren, größeres Risiko einzugehen, dümpelte das Spiel hüben wie drüben dahin. Die Ballführenden wurden bereits beim Spielaufbau gestört, weshalb Torraumszenen – geschweige denn Torchancen – Mangelware blieben. Der FCA behalf sich meist mit langen Bällen, die ein ums andere Mal leichte Beute von Borussias Torhüter Yann Sommer wurden. Sein Gegenüber Tomas Koubek konnte sich zweimal in Szene setzen. In der 37. Minute parierte er einen abgefälschten Schuss von Lars Stindl und fünf Minuten später gegen Florian Neuhaus.

Fazit zur Halbzeit:

Durch frühes Anlaufen und aggressives Pressing gelang es dem FCA die Fohlen zu zähmen und mit weißer Weste in die Pause zu gehen. Martin Schmidt brachte in der 2. Hälfte Framberger für den rotgefährdeten Lichtsteiner. Auf der Gegenseite kam Plea für den blassen Thuram ins Spiel. Die Maßnahme von Mönchengladbachs Cheftrainer Marco Rose zeigte sofort Wirkung.

Dramatik pur im Vier-Minuten-Takt

Nach Pleas Hereingabe in den Augsburger Strafraum ermöglichte ein schwerer Patzer von Tomas Koubek den Führungstreffer für die Gladbacher Fohlen. Der tschechische Torhüter war überhastet aus seinem Kasten gestürzt und hatte gegen Stindls Zuspiel auf Bensebaini und dessen Torschuss (53. Min.) nur noch das Nachsehen. Was dem Führungstreffer folgte war Dramatik pur. Nach einem Augsburger Einwurf kamen die Gladbacher in Ballbesitz und Pleas Hereingabe wurde von Stindl kaltschnäuzig zur 2:0 Gästeführung (57. Min.) genutzt.

Der FCA zeigte sich von diesem Doppelschlag allerdings wenig beeindruckt und kam fast im Gegenzug zum 1:2 Anschlusstreffer. Der eingewechselte Framberger schloss seinen Flankenlauf auf der rechten Aussenbahn mit einer präzisen Hereingabe ab, die der durchgelaufene Löwen mit einem spektakulären Flugkopfball (57. min.) und seinem ersten Saisontor zu verwerten wusste. Beflügelt von diesem Treffer nahm das Offensivspiel des FC Augsburgs weiter Fahrt auf. Nach einer gefährlichen Strafraumaktion der Gäste, bei der Pleas Kopfball (62. Min.) an die Querlatte des Augsburger Kastens klatschte, hatte Framberger nach feinem Zuspiel von Marco Richter den Ausgleich auf dem Fuß. Frei vor Fohlen Keeper Sommer zielte der FCA Rechtsverteidiger jedoch über das Tor (70. Min.). Durch eine technisch brillante Einlage im Augsburger Strafraum von Goalgetter Stindl (79. Min.) kam die Elf vom Niederrhein zur 3:1 Führung, die jedoch nur vier Minuten später durch den eingewechselten Finnbogason mit einem präzisen Flachschuss aus spitzem Winkel ins lange Eck erneut verkürzt wurde.

Spannende Schlussminuten

Nachdem Koubek in den Schlussminuten gegen Breel Embolo und Hofmann zweimal stark pariert hatte (87./88.), boten sich Alfred Finnbogason und Ruben Vargas noch die Chancen auf den Ausgleich. Doch es blieb beim insgesamt verdienten 3:2 Auswärtssieg für Gladbach. Damit kassierte der FCA im neunten Bundesliga-Heimspiel gegen die Fohlen die erste Niederlage. Am Sonntag, 8. März, (15.30 Uhr) ist der FCA beim FC Bayern München zu Gast und es ist zu befürchten, dass die Talfahrt der Fuggerstädter nach diesem vierten sieglosen Spiel in Folge ihre Fortsetzung findet.

FCA: Tomás Koubek – Stephan Lichtsteiner, Tin Jedvaj, Jeffrey Gouweleeuw, Philipp Max – Marco Richter, Eduard Löwen, Rani Khedira, Carlos Gruezo, Ruben Vargas – Florian Niederlechner

Eingewechselt:

Raphael Framberger (46. Min. für Stephan Lichtsteiner),

Alfred Finnbogason (73. Min. für Rhani Khedira),

Sergio Cordova (87. Min. Für Marco Richter).

Tore: 0:1 Ramy Bensebaini (49. Min.), 0:2 Lars Stindl (53. Min.), 1:2 Eduard Löwen (57. Min.), 1:3 Lars Stindl (79. Min.), 2:3 Alfred Finnbogason (83. Min.)

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenFC Bayern24164471:264552
2RB LeipzigRB Leipzig23146361:253648
3Borussia DortmundDortmund24146466:323448
4Bor. MönchengladbachM'gladbach23144546:271946
5Bayer LeverkusenLeverkusen23134640:291143
6FC Schalke 04Schalke 042499632:35-336
7VfL WolfsburgWolfsburg2397732:28434
81899 HoffenheimHoffenheim241041034:42-834
9SC FreiburgSC Freiburg2496931:34-333
101. FC Köln1.FC Köln23921236:42-629
111. FC Union BerlinUnion Berlin23921229:36-729
12Eintracht FrankfurtFrankfurt23841138:37128
13FC AugsburgAugsburg24761136:50-1427
14Hertha BSCHertha BSC24761130:46-1627
151. FSV Mainz 05Mainz 0524811533:52-1925
16Fortuna DüsseldorfDüsseldorf24561326:49-2321
17Werder BremenSV Werder23451425:53-2817
18SC Paderborn 07Paderborn24441629:52-2316