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Sonntag, 09.08.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

FCA: Situation bleibt prekär

Am morgigen Samstag trifft der FC Augsburg in der heimischen WWK Arena auf Eintracht Frankfurt. Das Spiel beginnt um 15.30 Uhr. Es handelt sich um ein Duell zweier Mannschaften, die beide 20 Punkte verbuchen und fast das gleiche Torverhältnis vorzuweisen haben.

Von Siegfried Zagler

Der FCA belegt mit einem Tor „Vorsprung“ den 13. – und Frankfurt den 14. Platz. Beide Mannschaften haben nach dem 18. Spieltag fünf Spiele gewonnen, fünf Spiele unentschieden gespielt und acht Spiele verloren. Im Hinspiel trennte man sich mit einem 1:1 Unentschieden. Beide Mannschaften haben die Hinrunde verkorkst und beide Mannschaften wären erstrangige Abstiegskandidaten, hätten sie ihre Zentrumsstürmer nicht. Im Gegensatz zu Augsburgs Raul Bobadilla, der mit einer versiebten 100-prozentigen Torchance dazu beitrug, dass der FCA „nur“ mit einem Punkt von der Spree an den Lech zurückkehrte, besorgte Frankfurts Alex Meier mit seinem Torinstinkt und drei Toren für die Eintracht drei Punkte. Der Gegner: VfL Wolfsburg.

Die Augsburger dürfte Meiers Geniestreich nicht besonders beeindrucken, da Meier fast nur zu Hause trifft und der Eintracht-Trainer wieder Armin Veh heißt, der sowohl als Spieler als auch als Trainer beim FCA tätig war und durch und durch ein „Augsburger Junge“ ist: In seinen jüngsten fünf sieglosen Spielen gegen seinen Ex-Club holte Veh nur zwei Punkte, vergangene Saison trat er in Stuttgart nach einem 0:1 gegen den FCA am 12. Spieltag zurück. Außerdem ist der FCA seit sechs Spielen ungeschlagen (vier Siege, zwei Remis). Mit dieser Serie ist der FCA von allen Bundesliga-Teams am längsten ungeschlagen. In diesen sechs Partien kassierte der FCA nur einen Gegentreffer.

Für den FCA gilt trotz dieser spektakulären Serie nach wie vor der Unstand, dass er in höchster Abstiegsgefahr schwebt, da sich Hoffenheim wohl noch verstärken wird und somit kaum damit zu rechnen, dass die Sinsheimer unten hängen bleiben. Mit Stuttgart, Frankfurter, Bremen, Ingolstadt und Darmstadt gewann die gesamte Abstiegskonkurrenz mit überzeugenden Leistungen ihre Partien, weshalb dem FCA, sollte er morgen verlieren, das Abstiegsgespenst wieder am Hosenbein knabbern würde. Denkt man sich Dortmund und Bayern weg, kann in dieser Saison jeder jeden schlagen. Könnte der FCA seine Serie fortsetzen und aus den nächsten vier Spielen zum Beispiel zehn Punkte holen, hätte er Kontakt zu den Plätzen hergestellt, die für Europa qualifizieren. Die kommenden Gegner lauten Frankfurt, Ingolstadt, Bayern und Hannover. Bei den Niedersachsen muss der FCA am 21. Februar antreten. Also zwischen den beiden Liverpool-Partien: Ein echtes Handicap. Bis zum Highlight in Liverpool darf der FCA also nichts schleifen lassen, da alle Wackelkandidaten am zurückliegenden Spieltag aufsteigende Tendenz zeigten. Ein Sieg gegen Frankfurt wäre Gold wert und so sieht es auch FCA-Trainer Markus Weinzierl: „Das sind wichtige Spiele, denn es ist klar, dass Siege enorm gut tun. Wir müssen aber immer an unser Limit gehen, um Gegner wie Frankfurt oder Ingolstadt zu schlagen. Ich erwarte auf jeden Fall enge Spiele.“