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Sonntag, 25.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA schrammt in Bremen an einer Packung vorbei

Nach vier Spielen ohne Niederlage verlor der FC Augsburg am 21. Spieltag der Fußballbundesliga gegen Werder Bremen vor 39.746 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Weser-Stadion mit 2:3.  Assani Lukimya (16.), Franco di Santo (23.) und Theodor Gebre Selassie (45.) schossen die Tore für Bremen, die Anschlusstreffer des FCA erzielten Ragnar Klavan (21.) und Tobias Werner (79.).

Von Siegfried Zagler

Das erste Heimspiel findet gegen Bremen statt

In Bremen konnte FCA-Trainer Markus Weinzierl wieder auf Afrika-Heimkehrer Baba zurückgreifen. Der Ghanaer nahm gegen die Hanseaten die angestammte Position auf der linken Verteidigerseite ein, Markus Feulner rückte dafür in der Viererabwehrkette nach rechts. Dort fehlte verletzungsbedingt Paul Verhaegh, der wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade noch wochenlang pausieren muss.

Das Spiel ist schnell erzählt: Die Augsburger fielen weit hinter ihre Form der vergangenen Wochen zurück und waren in Bremen die deutlich schlechtere Mannschaft. Der FCA hatte in der ersten Viertelstunde keinen Zugriff auf das Spiel und hätte nach 15 Minuten bereits mit 0:3 zurückliegen können. Die Bremer vergaben Chancen im Minutentakt: Zweimal vergab Davie Selke (4./7.). Kurz darauf zog Clemens Fritz aus zehn Metern in halbrechter Position ab: Alexander Manninger  klärte zur Ecke (10.). Angetrieben von ihren begeisterungsfähigen Zuschauern störten die Bremer früh und aggressiv den Augsburger Spielaufbau und erzielten nach einem Witz von einem Freistoß in der 16. Minute das 1:0. Der von der rechten Seite getretene Ball erreichte Assani Lukimya, der das Leder unbedrängt ins Netz köpfte (16.). – Doch die Antwort der Augsburger kam postwendend aus dem Nichts: Ragnar Klavan setzte sich nach einer Ecke in der Luft durch und erzielte per Kopf den Ausgleich. Im  Gegenzug wusste sich Klavan gegen Selke im eigenen Strafraum nur mit einem Foul zu helfen. Franco di Santo trat an und verwandelte den fälligen Strafstoß souverän zur erneuten Bremer Führung (23.).

Ji mit der Gefährlichkeit eines Papierdrachen

Tabelle nach dem 21. Spieltag

Tabelle nach dem 21. Spieltag


In der 35. Minute hatte der FCA Glück, dass Manninger gegen Lukimya auf dem Posten war. Die Norddeutschen wollten mehr und kurz vor der Pause erhöhte Theodor Gebre Selassie im Anschluss an einen Eckball zum 3:1 für Werder (45.). Fazit zur Pause: Der FCA ist von allen guten Geistern verlassen. Auf der linken Seite werden Baba und Werner problemlos überlaufen, kaum  Ballsicherheit, kein Zug nach vorne. Bobadilla wurde rechts kaltgestellt und  Dong Won Ji hat die Aura und die Gefährlichkeit eines Papierdrachen. In der zweiten Halbzeit dominierten die Werderaner den FCA weiterhin problemlos, verstanden es aber nicht, mit ihrem aggressiven Konterfußball ihre Führung weiter auszubauen. Nach einem Lattenschuss der Bremer (49.), wagte Tobias Werner einen Distanzschuss (53.).  Dann weiteres Verletzungspech für den FCA: Pierre-Emile Höjbjerg musste in der 57. Minute durch Dominik Kohr ersetzt werden, ebenso musste Raul Bobadilla verletzungsbedingt das Feld verlassen. Duplizität der Ereignisse: Wieder nach einem Eckball und wieder aus dem Nichts gelang dem FCA erneut der Anschlusstreffer: Tobias Werner nagelt einen Abpraller hoch ins Netz (79.). Mit Caiuby sollte zwar noch ein wenig mehr Wille ins Augsburger Angriffsspiel kommen, doch der Ausgleich fiel nicht. Kurz vor Schluss erhielt Feulner seine fünfte Gelbe und fehlt damit im Heimspiel am kommenden Samstag (15.30) gegen Leverkusen.

FCA: A. Manninger; – M. Feulner; J. Callsen-Bracker; R. Klavan; A. Baba; – D. Baier; R. Bobadilla; T. Werner; H. Altintop; P. Höjbjerg; – D. Ji;

Eingewechselt: D. Kohr (57.); F. Caiuby (59.); –

Ausgewechselt: R. Bobadilla (59.); P. Höjbjerg (57.); –

Auswechselbank: I. Gelios (TW); R. Framberger; M. Uhde; S. Parker; N. Djurdjic;

Tore:

0:1 Assani Lukimya (16.)

1:1 Ragnar Klavan (21.)

1:2 Franco Di Santo (23.) Elfmeter

1:3 Theodor Gebre Selassie (45.)

2:3 Tobias Werner (79.)