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Donnerstag, 24.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

BUNDESLIGA

FCA schlägt Mainz

Der FC Augsburg gewinnt gegen den FSV Mainz 05 mit 2:1. Die Tore vor 26.950 Zuschauern in der WWK-Arena erzielten Levin Öztunali für Mainz (15.) sowie Marco Richter (41.) und Florian Niederlechner (65.) per Foulelfmeter für Augsburg. 

Der FCA geriet trotz klarer Torchancen und einem fulminanten Sturmlauf nach 15 Minuten in Rückstand, der kurz vor dem Halbzeitpfiff vom “richtigen Spieler” (Marco Richter) egalisiert wurde. So reich an Höhepunkten das Spiel in der ersten Halbzeit war, so ereignisarm war es in Halbzeit zwei, in der Florian Niederlechner mit einem souverän verwandelten Elfmeter (65.) das Siegestor für Augsburg schoss. Danach sollte nicht mehr viel passieren. So die kurze Zusammenfassung der DAZ, die einen verdienten Augsburger Sieg zu vermelden hat.

Alles auf Anfang: Das Spiel in Köln sorgte für personelle Nachwehen beim FCA: Für Framberger (Oberschenkelverletzung), Hahn (Gelb-Rot-Sperre) und Cordova (Bank) erhielten Lichtsteiner, Richter und Jensen Grünes Licht für die Startelf.

Der FCA zeigte zu Beginn einen Sturmlauf, wie man ihn noch nie auf dem Lechfeld gesehen hatte, und erspielte sich in der Anfangsphase im Minutentakt hochkarätige Torchancen. Zunächst lenkte Ruben Vargas eine Hereingabe von Jensen an den Innenpfosten (2.). Eine Minute später grätschte Richter eine Flanke von Max ans Außennetz (3.). Anschließend köpfte Vargas aus bester Position eine Flanke Zentimeter am Kreuzeck vorbei (6.). In der 11. Minute ermöglichte erneut der aufgekratzte Vargas eine 100-prozentige Chance: Der Schweizer nahm Özuntali das Leder tief in der Mainzer Hälfte ab und lief zusammen mit Niederlechner und Richter allein auf das Mainzer Tor zu, legte auf Richter quer – und Richter schoss den Ball am leeren Mainzer Tor vorbei (11.)!

Und Mainz? Mainz fand nicht statt, agierte wie ein Trainingspartner, kam nicht in die Zweikämpfe, hatte keinen Zugriff auf das Spiel – und ging dennoch in Führung: Quaison brachte das Leder zu Öztunali, der sich problemlos gegen Max Raum und Zeit für einen Schuss aus 22 Metern verschaffte und einen strammen Ball Richtung FCA-Keeper Koubek feuerte. Tomas Koubek verwandelte diesen haltbaren Ball in einen unhaltbaren, indem er deutlich zu langsam reagierte.

Dieser Treffer aus dem Nichts zeigte Wirkung: Augsburg ging der Schwung verloren und Mainz konnte sich neu sortieren. Als Jan Moravek für den verletzten Rani Khedira kam (27.), nahm die FCA-Offensive wieder Fahrt auf: Niederlechner (27.) und wieder Richter mit seiner dritten Großchance (32.) sowie Vargas (39.) zeigten sich aber als Chancentod.

Nach einer Mainzer Fehlerkette konnte Niederlechner, Augsburgs bester Mann, von der Grundlinie einen scharfen Ball flach vors Tor treten, den ausgerechnet Richter aus einem Metern zum 1:1 über die Linie drückte (41.). “Den konnte er nicht vorbei schießen”, so der lakonische Kommentar eines Zuschauers.

In der zweiten Halbzeit war es mit der Augsburger Herrlichkeit vorbei. Bis zur 64. Minute geschah wenig, doch dann kreuzte Vargas gegen Kunde innerhalb des Mainzer Strafraums – Vargas wollte das Foul und bekam es. Schiedsrichter Markus Schmidt gab zunächst Freistoß, zeigte aber nach Intervention des VAR auf den Punkt. Ein Elfmeter, den man nicht hätte geben müssen. Niederlechner interessierte das nicht die Bohne: Er krönte seine Leistung mit einem perfekt verwandelten Elfmeter (65.).

Augsburgs Trainer Martin Schmidt kommentierte das Geschehen mit den passenden Worten: „Ich bin zufrieden mit dem Resultat, aber unzufrieden mit der zweiten Hälfte. Ich bin zufrieden mit den Chancen, die wir uns rausgespielt haben, aber unzufrieden mit der Verwertung. Nichtsdestotrotz tut uns der Sieg sehr gut. Wir haben aus vier Spielen zehn Punkte geholt, das ist ein unheimlich tolles Ergebnis. Wir arbeiten daran, uns weiter zu verbessern. Die 17 Punkte tun uns gut, stellen uns aber nicht zufrieden. Der Sieg ist sicher verdient, am Freitag steht aber schon das nächste Spiel an.“

Von Mainz kam keine ernstzunehmende Schlussoffensive. Weshalb der FCA zu einem verdienten Sieg kam. Zum Auftakt der Englischen Woche am Freitag (20.30 Uhr) sind die Augsburger bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast.

FCA: Tomáš Koubek; – Stephan Lichtsteiner; Jeffrey Gouweleeuw; Tin Jedvaj; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; Ruben Vargas; Marco Richter; Fredrik Jensen; – Florian Niederlechner;

Eingewechselt: Sergio Córdova (81.); Jan Morávek (26.); Felix Uduokhai (69.); –

Ausgewechselt: Stephan Lichtsteiner (69.); Rani Khedira (26.); Fredrik Jensen (81.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe; Mads Pedersen; Michael Gregoritsch; Julian Schieber; Amaral Borduchi Iago; Noah Sarenren Bazee;

Tore:

0:1 Levin Öztunali (15.)

1:1 Marco Richter (41.)

2:1 Florian Niederlechner (65.)

Gelbe Karte: Ruben Vargas (28.); Tin Jedvaj (88.);

Zuschauer: 26.950

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bor. MönchengladbachM'gladbach14101330:161431
2RB LeipzigRB Leipzig1493239:162330
3Borussia DortmundDortmund1475233:191426
4FC Schalke 04Schalke 041474325:18725
5SC FreiburgSC Freiburg1474324:17725
6Bayer LeverkusenLeverkusen1474322:18425
7Bayern MünchenFC Bayern1473435:201524
81899 HoffenheimHoffenheim1463519:23-421
9VfL WolfsburgWolfsburg1455415:14120
10Eintracht FrankfurtFrankfurt1453624:22218
11FC AugsburgAugsburg1445520:26-617
121. FC Union BerlinUnion Berlin1351716:19-316
131. FSV Mainz 05Mainz 051450920:34-1415
14Werder BremenSV Werder1335522:28-614
15Hertha BSCHertha BSC1433820:29-912
16Fortuna DüsseldorfDüsseldorf1433816:29-1312
171. FC Köln1.FC Köln1322912:28-168
18SC Paderborn 07Paderborn13121016:32-165