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Dienstag, 22.10.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

FCA punktet in Freiburg

Am 5. Bundesligaspieltag erkämpfte sich der FCA beim Tabellendritten und Angstgegner SC Freiburg seinen ersten Auswärtspunkt. Die Breisgauer gingen im mit 23800 Zuschauern ausverkauften Schwarzwald-Stadion in der 24. Minute in Führung, die ausgerechnet der Ex-Freiburger Florian Niederlechner mit seinem bereits dritten Saisontor zum 1:1 Endstand ausglich (38.).

Von Udo Legner

Gegenüber dem Heimerfolg gegen die Frankfurter Eintracht nahm FCA-Trainer Martin Schmidt zwei Änderungen vor: Lichtsteiner (für Framberger) kehrte nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurück und Hahn erhielt den Vorzug vor Marco Richter. 

Freiburg im Höhenrausch

Von Beginn an stand der FCA unter Druck: Beflügelt von ihrer jüngsten Erfolgsserie, – drei Siege in den ersten vier Partien – machten die Streich-Schützlinge mächtig Dampf und schnürten den FCA in der eigenen Hälfte ein. In der 4. Minute war FCA-Keeper Koubek das erste Mal gefordert, als Petersen nach einer Flanke von rechts frei zum Kopfball kam. Es dauerte bis zur 9. Minute bis der FCA das erste Lebenszeichen setzte. Hahn nutzte eine Nachlässigkeit der Freiburger Defensive im eigenen Strafraum aus, eroberte den Ball und legte auf Niederlechner ab, dessen Direktschuss nur knapp über das von Schwolow gehütete Tor zischte. Fast im Gegenzug der nächste Aufreger: Nach einem rüden Foul an Vargas zeigte der Unparteiische dem Freiburger Kapitän Mike Franz die gelbe Karte (12.). Dem SC Freiburg gelang es in dieser Phase, das Spiel in die Breite zu verlagern und über die Außenbahnen Druck aufzubauen. Beim FCA dagegen fehlte bei es bei den wenigen Entlastungsangriffen an Präzision und Kaltschnäuzigkeit. 

In der 24. Minute die verdiente Führung für die Freiburger. Nach großem Gewimmel im Breisgauer Strafraum, schien die Situation bereits bereinigt, als der Ball Höler vor die Füße fiel, der gedankenschnell mit seinem platzierten Flachschuss ins kurze Eck Keeper Koubek keine Chance ließ.

Rückstand als Weckruf für den FCA

Wer befürchtet hatte, dass der Freiburger Führungstreffer den Schmidt-Schützlingen den Schneid abkaufen würde, sah sich bald eines Besseren belehrt. Nach einer halben Stunde Spielzeit gewann das Offensivspiel des FCA an Sicherheit. Dreh und Angelpunkt der Augsburger Offensive: Florian Niederlechner. Das verletzungsbedingte Ausscheiden des Freiburger Kapitäns (35.) – Mike Frantz machte den Platz frei für Vincenzo Grifo, dessen Comeback vom Freiburger Publikum von großem Beifall begleitet wurde –  brachte den Freiburger Angriffsturbo erst einmal zum Stoppen.  

Wenig später große Aufregung im Freiburger Strafraum: Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte wurde Vargas nach starkem Sololauf kurz vor Scholows Kasten von Haberer gestoppt und kam dabei zu Fall. Trotz wütender Proteste der FCA-Spieler versagte der Unparteiische den Augsburgern den Strafstoß. Doch der Frust der Augsburger darüber dauerte nur eine Minute und die Art und Weise ihrer Frustbewältigung war eine Augenweide: Nach einer Traumkombination des Trios Finnbogason, Moravek und Niederlechner erzielte der Ex-Freiburger mit einem platzierten Schuss ins Eck den 1:1 Ausgleich für den FCA (38.). In der dreiminütigen Nachspielzeit wurde es noch einmal brenzlig vor dem Augsburger Tor. Eine Flanke von Nicolas Höfler nach Freistoß für die Freiburger wurde vom Torschützen Lucas Höler nur knapp verpasst.

Fazit zur Halbzeit: Verkehrte Fußballwelt – der SC Freiburg, der die Bundesliga-Statistik in der Rubrik Chancenverwertung bislang anführte, muss sich trotz zahlreicher Torchancen mit einem 1:1 Halbzeitstand gegen den FCA begnügen.

So packend und abwechslungsreich die erste Hälfte dieser Partie im Schwarzwald-Stadion verlief, so unspektakulär dümpelte das Spiel bis zur Schlussphase dahin. Daran änderten auf Augsburger Seite auch die Einwechslungen wenig (Reese Oxford für Jan Moravek (46.) und Marco Richter für Andre Hahn (73.). Es dauerte bis zur 69. Minute bis der SC Freiburg gegen die gut gestaffelte Augsburger Defensive durch Petersen zu seinem ersten Abschluss kam. Kurz vor Ende der Partie wurden die beiden Torschützen und bislang auffälligsten Spieler ausgewechselt. Für Höler kam Waldschmidt und für Florian Niederlechner Michael Gregoritsch ins Spiel.

Doppeltes Pfostenglück für den FCA

In der 86. Minute profitierten die Breisgauer von einem Fehlpass des ansonsten starken Oxford (88 Prozent gewonnene Zweikämpfe) vor dem eigenem Strafraum. Haberers Hereingabe erreichte den freistehenden Höfler, dessen Schuss vom linken Außenpfosten ins Toraus ging. Zwei Minuten später hielt die Glücksgöttin Fortuna erneut zum FCA: Nach einer Flanke des Ex-Augsburgers Jonathan Schmid klatsche der Kopfball von Petersen an den Innenpfosten. Nach dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ überstand der FCA auch die letzte große Torgelegenheit der Freiburger, die kurioserweise der Augsburger Neuzugang Uduokhai hatte. Dessen Kopfball-Eigentor konnte mit einer starken Reaktion von Keeper Koubek gerade noch verhindert werden.

So blieb es bei dem glücklichen 1:1 Unentschieden für den FCA, der sich mit diesem Remis mit nunmehr fünf Punkten nach fünf Partien zwischenzeitlich auf den 11. Tabellenplatz verbesserte. Im nächsten Heimspiel gegen Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr) geht es für den  FCA darum, die mannschaftliche Geschlossenheit erneut unter Beweis zu stellen und an die bisherige Heimstärke anzuknüpfen.

FCA: Koubek – Lichtsteiner, Jedvaj, Uduokhai, Max – Khedira, Moravek – Hahn, Vargas – Finnbogason, Niederlechner.

Einwechslungen:

46. Minute Reese Oxford (für Jan Moravek)

70. Minute Marco Richter (für Andre Hahn)

80. Minute Michael Gregoritsch (für Florian Niederlechner)



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