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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA in der Einzelbewertung: Opare mit Bestnote, Heller mit Zylinder

Der FC Augsburg hat gegen Borussia Dortmund eine beherzte zweite Halbzeit hingelegt und hätte am Ende einen Punkt verdient gehabt. Daniel Opare zeigte ein großartiges Kämpferherz und konnte in jeder Phase der Partie überzeugen. Leider trifft das nicht auf alle Augsburger Akteure zu.

Marwin Hitz: Wieder eine klasse Performance von Hitz. An beiden Toren machtlos. Hitz neigt dazu, schwer zu haltende Bälle nach vorne prallen zu lassen. Auch gegen Dortmund war das einmal der Fall – ohne Folgen. In zwei 1:1-Situationen gegen Aubameyang guckte er Dortmunds Superstar zweimal aus. Starke Leistung. Note 1,5.

Daniel Baier Bild: Archiv

Daniel Baier 


Daniel Opare: Bockstarke Leistung nach hinten wie vorne. Dauernd unterwegs mit wirkungsvollen Flanken und zwei Monstergrätschen, die den FCA im Spiel hielten. Bester Augsburger. Note 1.

Jeffrey Gouweleeuw: Chef der Abwehr mit einer soliden Leistung, aber mit zu wenig Impulsen nach vorne. Note: 3.

Martin Hinteregger: Ein dicker Patzer, der zum Ausgleich führte. In der Spieleröffnung zu unpräzise, gehörte aber zu den Spielern mit Wirkungsmacht, da er immer dort ist, wo es brennt und weh tut. Note 3.

Philipp Max: Schlug die Superflanke auf Caiuby und besitzt somit eine Beteiligung von 70 Prozent bezüglich des Ausgleichtores. Machte nach hinten nur einen groben Fehler und zeigte sich nach vorne aktiv. Gute Leistung. Note 2.

Rani Khedira: Fand sich im Mittelmaß der Zerstörung ein. Nichts Gescheites von ihm, wenn es über die Mittellinie ging. Musste früh wegen Leistenbeschwerden raus. Note 4.

Marcel Heller: Spielt und läuft so, als würde er einen Zylinder tragen. Ein paar weite und schnelle Sprints machen noch keinen Sommer. Schlechte Zweikampfbilanz und wiederum zu verhalten in der Rückwärtsbewegung, aber mit Druck auf der rechten Seite. Note 3,5.

Caiuby: Mit dem Herz eines Löwen und mit ein bisschen mehr Glück wäre er der Held des Tages geworden. Note 2.

Michael Gregoritsch: Gibt weiter Rätsel auf und niemand weiß genau, ob es die Position, die er ausfüllen soll, überhaupt gibt. Keine Impulse, wenig Bande zum Spiel. Und er braucht nach einem gescheiterten Angriff viel zu lange, um wieder auf die richtige Position zu kommen. Note 5.

Daniel Baier: Ein Laufwunder! Mit langen Wegen und vielen Sprints legte er eine gute Kapitänsleistung an den Tag. Ließ auch den sterbenden Schwan ruhen, als hätte er sich die DAZ-Kritik zu Herzen genommen. Note 2,5.

Alfred Finnbogason: Völlig abgemeldet und somit ohne Durchschlagskraft, dafür mit haarsträubenden Fehlpässen und endlos verlorenen Zweikämpfen. Manchmal hat man das Gefühl, dass seine Körperspannung in dem Moment nachlässt, wo sie am größten sein sollte. Note 5.

Ja-Cheol Koo: Kam in der 38. Minute und brauchte keine Anlaufzeit, sondern konnte dem FCA mit seiner Ballsicherheit sofort helfen. Käme er richtig in Form, wäre er für den FCA eine grandiose Verstärkung.

Für die spät eingewechselten Erik Thommy (81.) und Sergio Córdova (67.) gibt es keine Wertung. (Siegfried Zagler)



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