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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA in Bremen: Ein Sieg wäre ein Fingerzeig nach oben

Der FC Augsburg verlor zuletzt unglücklich gegen Hannover 96 und ist nun seit vier Spielen ohne Sieg. Am heutigen Sonntag (15.30 Uhr) soll diese kleine Ergebniskrise ihr Ende finden.

Die Stimmung in der Mannschaft sei dennoch gut, so FCA-Trainer Manuel Baum, der nach der bitteren Niederlage gegen Hannover „herbergerische Töne“ anschlägt: „Wir haben ein klares Ziel und wissen, dass es ein langer Weg zum Klassenerhalt ist. Wir sind auf einem guten Weg, da wirft uns so etwas nicht aus der Bahn.“ Stattdessen gelte die volle Konzentration der Auswärtsaufgabe in Bremen. „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, so Baum.

Werder Bremen steht mit fünf Punkten auf Rang 17 und ist in dieser Bundesligasaison noch sieglos. Der Tabellenrang spiegelt laut Baum die Qualität der Bremer nicht wider. „Man muss differenzieren, wie sie gespielt haben und wie viele Punkte sie haben. In der Liga sind alle so eng zusammen, wir sind also gewarnt.“

In der 2. Runde des DFB-Pokals warf Bremen Hoffenheim aus dem Rennen. „Wenn sie in einen Flow kommen, haben sie richtig gute Qualität“, warnt Baum. „Sie könnten auch in der Liga deutlich mehr Punkte haben, hatten aber oft nicht das nötige Spielglück.“ Zudem steht Max Kruse, der mit einem Schlüsselbeinbruch einige Wochen nicht dabei war, wieder zur Verfügung. Kruse gehört zu den besten Stürmern der Liga und ist ein Angreifer, der gern das Spiel vor sich hat, weil er mit seiner Kreativität nicht nur für Tore, sondern auch fürs Gestalten zuständig ist. Auch Manuel Baum hebt die „hohe Fußballintelligenz“ des Stürmers hervor: „Er kann Spiele entscheiden, allerdings schauen wir nicht auf Einzelspieler.“

Manuel Baum im Herberger-Ton: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste"

Manuel Baum im Herberger-Ton: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste"


Heute stehen im Weser Stadion mit Jiri Pavlenka und Marwin Hitz zwei Torhüter zwischen den Pfosten, die in dieser Saison bisher zu den besten Torhütern in der Bundesliga zählen. Beim FCA mangelt es ohnehin mehr in der Offensive als in der Defensive. Augsburgs Zentrumsstürmer, der nach dem dritten Spieltag mit vier Toren die Torschützenliste der Bundesliga anführte, hat seit sechs Spieltagen kein Tor mehr erzielt. Seine Ladehemmung scheint symtomatisch für die aktuelle FCA-Situation: Der FCA zeigte sich in jeder Partie auf Augenhöhe, brachte aber die wenigsten Angriffe ins Ziel. Mannschaften, deren Mittelstürmer nicht treffen, befinden sich meistens im Sinkflug. Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man setzt Finnbogason auf die Bank oder baut weiter auf ihn – mit der Hoffnung, dass er das Trainer-Vertrauen mit Toren zurückzahlt.

Möglicherweise wäre es ohnehin am klügsten, würde der FCA sich von der Idee eines klassischen Mittelstürmers verabschieden und auf eine hängende Spitze setzen. Dafür stünde auch erstligataugliches Personal zu Verfügung. Michael Gregoritsch zum Beispiel. Der Neu-Augsburger erzielte drei der letzten fünf FCA-Tore. Gut möglich, dass Gregoritsch in Bremen aufläuft: Gegen keinen Club traf er in der Bundesliga öfters als gegen Werder (vier Mal in vier Spielen).
Für den FCA spricht auch die unglaubliche Negativserie der Bremer: Saisonübergreifend ist Werder seit zwölf Bundesliga-Spielen sieglos – genau sechs Monate. Dagegen steht die Augsburger Bilanz: Gegen Werder Bremen erzielte der FCA sieben Siege aus 12 Spielen. In seiner Bundesliga-Geschichte feierte der FCA gegen keinen Klub mehr Siege als gegen Werder Bremen.

Mit einem weiteren Sieg könnte sich der FCA deutlicher von den prekären Tabellenplätzen absetzen und dürfte wieder von größen Zielen als dem bloßen Nichtabstieg träumen.

Wahrscheinliche Aufstellung: Hitz – Opare, Danso, Gouweleeuw, Max – Khedira, D. Baier – Heller, Gregoritsch, Caiuby – Finnbogason.


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