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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Hui und Pfui gegen Hannover

Der FC Augsburg verlor sein Heimspiel gegen Hannover 96 nach einer starken ersten Halbzeit mit 1:2. Michael Gregoritsch erzielte vor 25.971 Zuschauern die Augsburger Führung (33.). Hannovers Niclas Füllkrug drehte mit einem Doppelpack (77., 90.) das Spiel und der FCA muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, sich ziemlich dumm angestellt zu haben.

FCA-Trainer Manuel Baum nahm nach dem Punktgewinn in Hoffenheim gegen Hannover drei Änderungen vor: Rani Khedira, Jonathan Schmid und Michael Gregoritsch begannen für Martin Hinteregger, Ja-Cheol Koo und Marcel Heller.

Die Augsburger starteten großartig, erzeugten starken Druck, indem sie ein hochkarätiges Pressing aufzogen. In der 3. Minute setzte sich der überragende Caiuby gegen seinen Gegenspieler durch, drang in den Hannover Strafraum ein und schoss mit der Pike knapp vorbei. Wenig später traf Alfred Finnbogason, der von Michael Gregoritsch in Szene gesetzt worden war, in aussichtsreicher Position nur das Außennetz. Mit einer neuen Einwurfvariante (Danso auf Caiuby) holte der FCA zahlreiche Eckbälle heraus, die zwar alle von Max gut geschlagen wurden, aber die kopfballstarke Gästeabwehr nicht in Verlegenheit brachten. In der 10. Minute prüfte Gregoritsch Hannovers Keeper Tschauner mit einem Distanzknaller, den Tschauner nur mit Mühe abwehren konnte. Hannover erhielt von seinen 600 mitgereisten Fans keinen Support und war beim Spielaufbau überfordert.

Nur in einer Szene zeigte sich der FCA in Halbzeit eins nicht spielbeherrschend, als nämlich die 96er zu zweit über rechts einen Konter fuhren und Harnik im Fünfer frei zum Kopfball kam, aber nicht das richtige Timing fand. Glück für den FCA, dass Hannover nach einer bärenstarken Augsburger Anfangsphase nicht in Führung ging (20.).

In der 33. Minute erzielte Gregoritsch mit einem abgefälschten Glücksschuss das hochverdiente 1:0 für den FCA, der es nicht verstand, seine Überlegenheit gegen desolat und konsterniert wirkende Hannoveraner in einen sicheren Vorsprung auszubauen. – In der Halbzeitpause gab es unter den 25.000 Augsburger Zuschauern keinen Zweifel darüber, dass der FCA seine besten 45 Minuten seit Bundesligazugehörigkeit abgeliefert hatte – aber leider nur mit 1:0 führte.

Kurz nach Wiederanpfiff ging es flott weiter: Caiuby flankte von links in die Mitte, wo Jonathan Schmid den Ball in Rücklage nicht verwerten konnte. (47.). Wenig später vergab Caiuby eine Doppelchance: Der erste Schuss wurde von Salif Sané geblockt, den zweiten Versuch parierte Tschauner (49.). Der FCA war bei zunehmender Spieldauer kräftemäßig immer weniger in der Lage, so intensiv wie in Halbzeit eins zu pressen, weshalb die Augsburger anfingen, aus der Tiefe mit langen Bällen zu agieren – und somit die 96er zurück ins Spiel brachten: In der 67. Minute prüfte Ihlas Bebou Marwin Hitz mit einem Schuss aufs kurze Eck.

Der Ausgleich für Hannover stellte den Spielverlauf auf den Kopf: Eine Flanke von Korb erreichte den eingewechselten Niclas Füllkrug, der zum 1:1-Ausgleich für Hannover traf (77.). Der FCA schien geschockt. In der 82. Minute leistete sich Baier einen schweren Bock und zwei 96er liefen allein auf Hitz zu, der kaum Mühe hatte, die Eigensinnigkeit des ballführenden Jonathas mit einer Parade zu bestrafen.

Dann hatte Ja-Cheol Koo aus sieben Metern die Chance zur erneuten Führung für den FCA und wenig später sollte Füllkrug mit seinem Last-Minute-Treffer die Partie für Hannover entscheiden. Auf der abermals schwach besetzten Haupttribüne durfte sich Hannovers Edelfan und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder freuen.

„Wir sind sehr verärgert über diesen Spielverlauf. Wir haben in der ersten Halbzeit mehrere Großchancen liegen lassen. Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichen und wir helfen bei beiden Gegentoren kräftig mit. Daraus müssen wir lernen. Eine gute Halbzeit reicht in der Bundesliga nicht.“ So kommentierte FCA-Trainer Manuel Baum das Geschehen. Der FCA kann sich nächste Woche am Sonntag in Bremen beweisen (15.30 Uhr).

FCA: Marwin Hitz; – Daniel Opare; Jeffrey Gouweleeuw; Philipp Max; Kevin Danso; – Rani Khedira; Daniel Baier; Michael Gregoritsch; Jonathan Schmid; Francisco da Silva Caiuby; – Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Marcel Heller (72.); Jan Moravek (88.); Ja-Cheol Koo (72.); –

Ausgewechselt: Rani Khedira (88.); Jonathan Schmid (72.); Alfred Finnbogason (72.); –

Auswechselbank: Andreas Luthe (TW); Gojko Kacar; Erik Thommy; Marco Richter;

Tore: 1:0 Michael Gregoritsch (33.)  1:1 Niclas Füllkrug (77.)  1:2 Niclas Füllkrug (90.).



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