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Freitag, 28.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

FCA: Heute Spitzenspiel gegen Kaiserslautern

von Siegfried Zagler

Im heutigen Spitzenspiel der Zweiten Bundesliga will der FCA mit „Leidenschaft und Einsatzwillen kämpfen“, so Trainer Jos Luhukay in der gestrigen Pressekonferenz des FCA. Das Spiel beginnt um 20 Uhr 15 in der impuls-arena und ist ein richtiger „Knaller“.

„Wenn wir gegen Kaiserslautern verlieren, dann können wir uns den dritten Platz allerdings schon jetzt abschminken“, so wird der FCA-Manager Andreas Rettich in der Zeitung „Die Rheinpfalz“ zitiert. Laut Rettich habe die Leistung des FCA in der Hinrunde meist gestimmt, „aber wir haben einige Punkte verschenkt“, so Rettich im Gespräch mit den Pfälzer Journalisten. So redet man, wenn man aufsteigen will. Anscheinend hat das FCA-Management das Potenzial der Mannschaft sowie die Gunst der Stunde erkannt und ist von seinen belanglosen Zielvorstellungen („Platz 9“) abgerückt. Auch dieses Wochenende haben alle Mitaufstiegsfavoriten Punkte abgegeben. Bei einem Sieg heute würde der FCA wieder mit zwei Punkten Abstand an den begehrten dritten Platz heranrücken. Dieser Platz eröffnet die Chance, über zwei Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Ersten Bundesliga ins Oberhaus aufzusteigen.

FCA-Defensive ist das ewige Sorgenkind

Man werde versuchen alles abzurufen, 100 Prozent Gas geben und mit Kaltschnäuzigkeit und „dem Quäntchen Glück, das uns gegen 1860 so gefehlt hat, versuchen das Spiel zu gewinnen“, so Luhukay, der noch hinzufügte, dass es sich beim 1. FC Kaiserslautern um die in der Hinrunde überragende Mannschaft handelt. Erst einmal verloren die „Roten Teufel“ und dies ausgerechnet auf dem heimischen „Betze“ gegen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Auswärts haben die „Lauterer“ in dieser Saison noch nie verloren. „Der FCK „hat eine überragende Auswärtsbilanz“, so Luhukay. Kaiserslautern hat die letzten fünf Spiele gewonnen und dabei nur ein Gegentor kassiert. Die Kurz-Schützlinge kommen als bereits feststehender Herbstmeister mit der besten Abwehr der Liga nach Augsburg. Seit Marco Kurz Trainer in Kaiserslautern ist, ist die Defensive das Prunkstück des Traditionsvereins. In dieser Saison haben die Pfälzer gerade mal 9 Gegentore in den bisher 16 Spielen hinnehmen müssen.

Beim FCA ist dagegen die Defensive das ewige Sorgenkind, was die 25 Gegentore in 16 Spielen eindrucksvoll belegen. Nur die Mannschaften im Tabellenkeller haben ein paar Tore mehr kassiert als die Augsburger. „Mit Leidenschaft kämpfen und versuchen richtig guten Fußball zu spielen“ ist das Ziel von Jos Luhukay. Dreimal ist dies dem FCA in dieser Saison gelungen, zweimal im DFB-Pokal, wo der FCA ins Viertelfinale stürmte, einmal am vergangenen Wochenende in der Allianz Arena, wo man allerdings wegen mangelnder Cleverness vor dem Tor und einer überragenden Torhüterleistung von 1860-Keeper Gabor Kiraly mit 1:0 verlor.