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Montag, 26.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA gelingt zweite Nullnummer in Berlin

Mit einem torlosen Unentschieden trennten sich Hertha BSC Berlin und der FC Augsburg in der 14. Runde der Fußballbundesliga vor 38.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion.

Selten hat der Satz „das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt“ eine negative Konnotation. Man verwendet ihn meist, um ein Unentschieden nach einem grandiosen Spiel mit der Metapher der Gerechtigkeit aufzuladen. Für das Null-zu-Null zwischen den Berlinern und den Augsburgern steht dieser klischeehafte Satz unter einem negativen Ausrufezeichen. Mit insgesamt zehn (!) Torschüssen gab es in dieser Hinsicht einen neuen Negativrekord in der Bundesliga. Zweimal schoss der FCA auf das Berliner Tor. Beide Torschüsse hatten nicht den Hauch einer Chance im Kasten von Thomas Kraft einzuschlagen. Kein einziger ernsthaft zu Ende gespielter Angriff, kein einziger gefährlicher ruhender Ball, kaum eine Spieleröffnung mit Raumgewinn, kein einziger Pass in die Tiefe. Ein Offenbarungseid der Offensive – für beide Mannschaften. Berlin war optional einen Tick gefährlicher als der FCA,  und dennoch hatte man während des gesamten Spiels das Gefühl, dass der Hertha nichts einfällt, um die Augsburger Mauer zu überwinden. In der Defensive agierte der FCA als hieße sein Trainer Riegel-Rudi Gutendorf oder Helino Herrera, nämlich überragend. Nach dem 2:0 Heimsieg gegen Hoffenheim gelang dem FCA das zweite Zu-Null in Folge. Eine genauere Analyse ist wie immer von Manfred Seiler im Lauf des Sonntags zu erwarten.