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Donnerstag, 22.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

FCA: Ein Ding der Unmöglichkeit?

Am heutigen Samstag um 15.30 Uhr tritt der FCA in Gelsenkirchen in der Veltins-Arena gegen Schalke 04 an. Während der FCA mit einer blamablen 0:2 Niederlage gegen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf die Saison begann, holte Schalke nach einer überzeugenden Partie immerhin ein 2:2 Unentschieden bei Hannover 96. Natürlich rechnet man in Gelsenkirchen mit einem Sieg gegen den FCA.

Auch nach einem Alptraum darf man noch träumen. Und nach einer 0:2 Niederlage gegen Aufsteiger Düsseldorf gibt es immer noch die Möglichkeit gegen den Champions-League-Teilnehmer Schalke 04 zu punkten. In der Rückrunde der vergangenen Saison ist das gelungen. Warum sollte sich ein Wunder nicht wiederholen. Auch wenn Schalke trotz des Abgangs von Raul nicht geschwächt wirkt. Zu stark, zu geschlossen trat die Mannschaft aus Gelsenkirchen gegen Hannover 96 auf. Zudem haben sich die “Knappen” kurz vor Transferschluss mit Ibrahim Affelay noch erheblich verstärken und Papadopoulos trotz eines lukrativen Angebots aus Petersburg halten können. Auch heuer gilt Schalke 04 hinter Dortmund und Bayern als die Nummer Drei des deutschen Vereinsfußballs. Worum kann es also für den FCA gehen, in einem Spiel, das schon vorher so gut wie entschieden scheint?

Ein missglückter Start

Der Saisonstart des FCA ist vermutlich jetzt schon missglückt. Aber auf solche, eher statistischen Beurteilungen sollte die Mannschaft des FCA nicht viel geben. Vielmehr sollte sie sich darauf konzentrieren, zu ihrem Spiel zu finden, trotz des scheinbar übermächtigen Gegners, trotz Huntelaar, trotz Jermaine Jones, Holtby und Julian Draxler, trotz Papadopoulos und Ibrahim Affelay (der eventuell schon gegen den FCA aufläuft). Eigentlich ist Schalke ein idealer Aufbaugegner. Der FCA hat nichts zu verlieren und kann daher nur gewinnen. Die Mannschaft hat noch erhebliche Abstimmungsprobleme, sie muss sich noch finden. Ist es da nicht besser, sie betreibt diesen Findungsprozess gegen Gegner, bei denen es ohnehin nichts zu holen gibt als gegen Konkurrenten um den Abstieg? Und vielleicht besinnt sich die Mannschaft wieder auf ihre Tugenden aus der letzten Saison. Laufbereitschaft, Einsatzwillen und mentale Stärke. Damit hat man zuletzt gegen Schalke immerhin  ein Unentschieden geschafft.

Selbst wenn der FCA in Gelsenkirchen verliert und dann vielleicht sogar auf dem letzten Platz steht, sollte niemand nervös werden. Die Mannschaft ist (nominell) stärker als in der letzten Saison. Dass sie als Team noch nicht geschlossen wirkt, stimmt bedenklich, ist aber reparabel. Markus Weinzierl wird experimentieren und diesen oder jenen neuverpflichteten Spieler auf den Platz schicken, der sich noch nicht zeigen konnte. Der Tipp der DAZ jedenfalls ist optimistisch. Er besteht zu 30 Prozent aus Sachverstand und zu 70 Prozent aus Hoffnung und lautet 1:1.