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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Die Serie hält

Auch ohne seinen gesperrten Kapitän Daniel Baier kam der FC Augsburg im Schwabenderby vor 55.202 Zuschauern in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena zu einem 0:0 Unentschieden. Im Unterschied zu den vorhergehenden Partien gegen Köln, Frankfurt und Leipzig konnte zum Abschluss der englischen Woche jedoch nur die Defensivabteilung des FCA überzeugen, die am sechsten Spieltag bereits zum dritten Mal ohne Gegentor blieb.

Von Udo Legner

Augsburgs Trainer Manuel Baum stellte im Vergleich zum 1:0-Heimsieg gegen Leipzig auf drei Positionen um. Rani Khedira übernahm die Rolle von Daniel Baier im zentralen Mittelfeld. Die Kapitänsbinde übernahm in einem Bundesliga-Spiel erstmals Alfred Finnbogason. Kacar komplettierte die Abwehr und für Moravek und Gregoritsch rückten Koo und Heller in die Startelf.

Bei besten äußeren Bedingungen starteten beide Teams offensiv. Hüben wie drüben wurde das Mittelfeld schnell überbrückt und frühe Eckbälle auf beiden Seiten weckten Erwartungen an ein packendes Spiel. Doch bereits nach einer Viertelstunde zeichnete sich ab, dass dieses Schwabenderby seinem Namen alle Ehre machen sollte. Beide Mannschaften geizten mit beherztem Angriffsfußball. Statt Torchancen prägten Zusammenstöße und Kopfball-Duelle das Spielgeschehen in der Anfangsphase. Im Luftduell mit Pavard (5. Min.) wurde Koo am Hinterkopf erwischt und ging zu Boden. Auf der Gegenseite gleich der nächste Crash: Nach einem Eckstoß von Aogo (8. Min.) prallte der aufgerückte Baumgartl mit Martin Hinteregger zusammen und musste mit Nasenbluten zur Behandlung das Spielfeld verlassen.

Abgesehen von einem Kopfball von Kacar im Anschluss an eine von Aogo getretene Ecke sowie einer Halbchance von Finnbogason (11. Min.) war von der Offensivabteilung des FCA nichts zu vermelden. Da die Stuttgarter Sturmabteilung in Sachen Torgefährlichkeit den bayerischen Schwaben in nichts nachstand und auch von den frenetischen Anfeuerungen ihrer hüpfenden Fans zu keinerlei Höhenflügen zu bewegen war, dümpelte das Spiel vor sich hin.

In der 30. Minute fiel der bereits lädierte Südkoreaner Koo mit dem Kopf auf den Absatz von Brekolo und wurde daraufhin durch Jan Moravek ersetzt. Erst kurz vor Ende der Halbzeit (44. und 45.+2 Min.) kam der FCA durch den ehemaligen VfB-Spieler Rani Khedira zu zwei weiteren Torchancen, bevor es mit dem insgesamt leistungsgerechten torlosen Remis in die Pause ging.

Fazit zur Halbzeit: Es kann nur besser werden! Hervorzuheben ist auf Augsburger Seite bestenfalls die Defensive, gegen die der VfB bislang vergeblich anrannte.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 34 27-03-04 92:28 (+64) 84
2.FC Schalke 04 34 18-09-07 53:37 (+16) 63
3.1899 Hoffenheim 34 15-10-09 66:48 (+18) 55
4.Borussia Dortmund 34 15-10-09 64:47 (+17) 55
5.Bayer 04 Leverkusen 34 15-10-09 58:44 (+14) 55
6.RB Leipzig 34 15-08-11 57:53 (+4) 53
7.VfB Stuttgart 34 15-06-13 36:36 (0) 51
8.Eintracht Frankfurt 34 14-07-13 45:45 (0) 49
9.Borussia Mönchengladbach 34 13-08-13 47:52 (-5) 47
10.Hertha BSC 34 10-13-11 43:46 (-3) 43
11.Werder Bremen 34 10-12-12 37:40 (-3) 42
12.FC Augsburg 34 10-11-13 43:46 (-3) 41
13.Hannover 96 34 10-09-15 44:54 (-10) 39
14.1. FSV Mainz 05 34 09-09-16 38:52 (-14) 36
15.SC Freiburg 34 08-12-14 32:56 (-24) 36
16.VfL Wolfsburg 34 06-15-13 36:48 (-12) 33
17.Hamburger SV 34 08-07-19 29:53 (-24) 31
18.1. FC Köln 34 05-07-22 35:70 (-35) 22
Nach Wiederbeginn das gleiche Spiel: Der VfB war optisch überlegen, ohne gegen die gut gestaffelte Augsburger Abwehr zu zwingenden Torchancen zu kommen.

Selbst aus einem von Martin Hinteregger an Donis verursachten Foulspiel (51. Min.) und dem vom Unparteiischen verhängten Freistoß konnten die Stuttgarter kein Kapital schlagen. Auf der Gegenseite schloss Finnbogason (64. Min.) einen Augsburger Konter mit feinem Zuspiel auf Max ab, dessen Distanzschuss allerdings weit am Stuttgarter Tor vorbeistrich. In der 76. Minute hatten erst Finnbogason und auf der Gegenseite Ascacibar Chancen zum Führungstreffer, doch beide blieben ohne Fortune. Die größte Torchance vergab auf Stuttgarter Seite der eingewechselte Ginczek, dem der Ball nach einem groben Hinteregger-Schnitzer bei der Annahme am Elfmeterpunkt versprang.

So endete das Schwaben-Derby mit einem torlosen und leistungsgerechten Unentschieden, das den FCA auf den 4. Tabellenplatz vorrücken lässt.

Am kommenden Samstag (Anstoß 15.30 Uhr)  trifft der FCA auf den Tabellenführer aus Dortmund und man darf gespannt sein, ob die Augsburger Erfolgsserie auch bei diesem Heimspiel hält.

FCA:

Hitz – Max, Hinteregger, Gouweleeuw, Opare – Kacar, Khedira, Caiuby, Koo, Heller – Finnbogason

Einwechslungen:

30. Moravek für Koo

71. Gregoritsch für Caiuby

87. Cordova für Finnbogason



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