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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

FCA: Bittere Niederlage in Dortmund

Eine bittere Niederlage musste der FC Augsburg in Dortmund hinnehmen. Die Augsburger überzeugten in Dortmund voll und ganz und hätten mit ein wenig mehr Spielglück als verdienter Sieger vom Platz gehen können. Doch es sollte anders kommen.

Von Siegfried Zagler

Nach einer großartigen Fußballdemonstration traf Dortmunds Paco Alcacer vor 81.000 Zuschauern im Signal Iduna Park mit einem Freistoß aus 23 Metern zum 4:3 Endstand für die Borussen (90.+6). Danach war eines der dramatischsten Fußballspiele des FCA zu Ende. 96 Minuten lieferten sich beide Mannschaften einen großartigen Kampf. Die Augsburger Führung erzielte bereits in der 22. Minute Alfred Finnbogason, ehe Alcacer ausglich (62.). Kurz danach ging der FCA durch Max erneut in Führung (71.). In der turbulenten Schlussphase schienen alle Dämme zu brechen, da die Dortmunder durch Alcacer und M. Götze 3:2 in Führung gingen (80./84.), doch der FCA hielt dagegen und konnte durch einen Gregoritsch-Kopfball in der 87. Minute ausgleichen. Dann folgte das unglücklich hohe Bein von Cordova und der trockene Alcacer-Freistoß in der letzten Sekunde der Nachspielzeit.

Die Götze-Brüder trafen sich zunächst auf der Bank, dann auf dem Feld wieder: Mario bei der Borussia, Felix beim FCA. Beide Mannschaften taktierten nicht lange herum und das Spielfeld stand nach wenige Minuten in Flammen: Reus vergab die erste Großchance kläglich (15.). Finnbogason machte wenige Minuten später die FCA-Führung klar, als ihm nach einem Freistoß die Pille vor die Füße fiel und er Bürki aus spitzem Winkel zu tunneln verstand (22.).

Wie gegen die Bayern verteidigte der FCA extrem hoch: Unermüdlich wurden die Dortmunder Spieler eins zu eins angelaufen und bereits am eigenen Strafraum unter Druck gesetzt. So wurden die die Dortmunder vom FCA-Strafraum ferngehalten – mit hohem Aufwand. Es entwickelte sich ein wunderbares Schlachtengemälde: Der FCA kämpfte mit Leidenschaft und großem Willen (und kassierte dafür sieben Gelbe Karten), die Dortmunder versuchten immer wieder Tempofußball über die Flügel zu inszenieren. In beiden Halbzeiten ging es rauf und runter. Als die Kräfte der FCA-Spieler ein wenig zu schwinden begannen und der eingewechselte Jan Moravek nicht wirklich ins Spiel fand, kamen die Dortmunder häufiger zu Chancen aus dem Spiel heraus. Doch auch der FCA genierte bis zum Schluss gefährliche Torszenen. Dass die Augsburger am Ende mit leeren Händen vom Platz gingen, ist aus Sicht der bayerischen Schwaben, die seit ihrer Bundesligazugehörigkeit noch nie nie besser waren, tragisch und bitter. Nach der dritten unglücklichen Niederlage hängt der FCA im Mittelfeld fest, wo er doch eigentlich weit oben stehen müsste.

PlatzMannschaftSpieleS-U-NTorePkt.
1.FC Bayern München 03-00-00 9:2 (+7) 9
2.Borussia Dortmund 02-01-00 7:2 (+5) 7
3.VfL Wolfsburg 02-01-00 7:4 (+3) 7
4.Borussia Mönchengladbach 02-01-00 5:2 (+3) 7
4.Hertha BSC 02-01-00 5:2 (+3) 7
6.1. FSV Mainz 05 02-01-00 4:2 (+2) 7
7.SV Werder Bremen 01-02-00 4:3 (+1) 5
8.Fortuna Düsseldorf 01-02-01 4:4 (0) 5
9.FC Augsburg 01-01-01 4:4 (0) 4
10.RB Leipzig 01-01-01 5:7 (-2) 4
11.TSG 1899 Hoffenheim 01-00-02 5:6 (-1) 3
12.Eintracht Frankfurt 01-00-02 4:5 (-1) 3
13.Hannover 96 00-02-01 3:4 (-1) 2
14.1. FC Nürnberg 00-02-01 2:3 (-1) 2
15.VfB Stuttgart 00-02-02 3:7 (-4) 2
16.Sport-Club Freiburg 00-01-02 4:8 (-4) 1
17.FC Schalke 04 00-00-03 2:6 (-4) 0
18.Bayer 04 Leverkusen 00-00-03 2:8 (-6) 0
Nicht anders sieht es Michael Gregoritsch: „Das Spiel war eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit einem ganz bitteren Ende für uns. Der BVB ist verdient Erster, aber wir stehen völlig unverdient zu weit unten.“ Beide Trainer fanden lobende Worte für beide Mannschaften und deren Leistungen:

„Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen für diese Leistung. Wir haben uns nie versteckt, sehr mutig verteidigt und immer wieder versucht, nach vorne zu spielen. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren, auch wenn mir natürlich Punkte lieber gewesen wären. Der BVB hat große Qualität, wenn dann auch noch Glück dazukommt, wird es schwer für uns.“ So Manuel Baum für den FCA, der auch vom Borussen-Trainer Lucien Favre hoch gelobt wurde: „Der FC Augsburg hat sehr, sehr gut gespielt, hat sehr gut gepresst und es war schwer für uns, Lücken zu finden. Beide Mannschaften hatten Chancen, es war ein sehr emotionales und fantastisches Fußballspiel.“

Nach der Länderspielpause trifft der FCA am Samstag, den 20. Oktober, in der wohl ausverkauften WWK-Arena auf RB Leipzig.

FCA: Andreas Luthe; – Raphael Framberger; Jeffrey Gouweleeuw; Martin Hinteregger; Philipp Max; – Rani Khedira; Daniel Baier; André Hahn; Michael Gregoritsch; Francisco da Silva Caiuby; – Alfred Finnbogason;

Eingewechselt: Felix Götze (64.); Jan Moravek (75.); Sergio Córdova (83.);

Ausgewechselt: Daniel Baier (64.); André Hahn (75.); Alfred Finnbogason (83.); –

Auswechselbank: Fabian Giefer (TW); Jonathan Schmid; Kevin Danso; Fredrik Jensen;

Tore:

1:0 Alfred Finnbogason (22.)
1:1 Paco Alcacer (64.)
2:1 Philipp Max (71.)
2:2 Paco Alcacer (80.)
2:3 Mario Götze (84.)
3:3 Michael Gregoritsch (87.)
3:4 Paco Alcacer (90.)

Gelbe Karten: Daniel Baier (4.); André Hahn (42.); Rani Khedira (54.); Jeffrey Gouweleeuw (59.); Francisco da Silva Caiuby (63.); Alfred Finnbogason (79.); Sergio Córdova (90.);



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