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Freitag, 24.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Drogenszene am Helmut-Haller-Platz: Wurm will ein Konzept liefern

Das Ordnungsreferat der Stadt Augsburg bestätigte auf Anfrage von WSA-Stadtrat Peter Grab die zunehmende Zahl der Rettungseinsätze am Oberhauser Bahnhof.



Einweihung Helmut-Haller-Platz: Bernd Kränzle, Dieter Benkart, Margarete Heinrich, Dirk Wurm, Arno Löb, Harald Güller und Otto Hutter (v.l.)

Einweihung Helmut-Haller-Platz: Bernd Kränzle, Dieter Benkart, Margarete Heinrich, Dirk Wurm, Arno Löb, Harald Güller und Otto Hutter (v.l.)


Die Oberhauser Bürger, die sich über die Zunahme von Rettungsfahrzeug-Einsätzen am Bahnhof in Oberhausen beklagten, “hatten mit ihrer Einschätzung Recht”, wie WSA-Stadtrat Peter Grab gestern via Pressemitteilung erklärte. Auf Anfrage bestätigte der Ordnungsreferent der Stadt Augsburg, Dirk Wurm, dass auf dem Helmut-Haller-Platz im Jahr 2015 laut Statistik der Integrierten Einsatzleitstelle 118 Rettungseinsätze zu verzeichnen waren, während bereits im September dieses Jahres es schon 160 Einsätze von Rettungsfahrzeugen gezählt wurden. Dirk Wurm habe Peter Grab angekündigt, dass er im Dezember 2016 ein umfassendes Konzept vorlegen werde, “welches auf eine nachhaltige Entspannung und Aufwertung des Helmut-Haller-Platzes/Oberhauser Bahnhofs abzielt”.

Dass nicht alle Einsätze mit der lokalen Drogen-/Alkoholikerszene zu tun haben sei natürlich klar, so Wurm. Man könne aber feststellen, dass ein Großteil der Einsätze auf diese Personengruppe zurückzuführen sei. Nach Aussagen der Drogenhilfe Schwaben ist dies auf das veränderte Konsumverhalten vieler Klienten (neue psychoaktive Substanzen/Badesalze, Kräutermischungen) zurückzuführen. Dieses erfordere einen wesentlich höheren Betreuungsaufwand als früher, da die psychosozialen und gesundheitlichen Folgen dieses Konsums wesentlich evidenter seien als bei anderen Stoffen.