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Dienstag, 16.07.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Die Räterepublik 1919 in der Wahrnehmung Bertolt Brechts

Vom 01. März bis 26. April 2019, (Montag–Freitag, 11:00–16:00 Uhr), zeigt die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg in Kooperation mit der Brecht-Forschungsstätte der Stadt Augsburg unter dem Titel „‚… vollens ganz zum Bolschewisten geworden …‘? Die Räterepublik 1919 in der Wahrnehmung Bertolt Brechts“ eine Ausstellung in ihrem Unteren Cimeliensaal, die Brechts politische Einstellung rund um die Räterepublik beleuchtet.

Plakat zur Ausstellung

Zum hundertsten Mal jähren sich die Ereignisse, die 1919 fast zu einem politischen Umsturz geführt hätten. Eine deutsche bzw. bayerische Räterepublik sollte konstituiert werden. Trommeln in der Nacht, Brechts Drama der Revolutionsverweigerung, wurde angeregt durch die Vorgänge in Berlin und München. Im April 1919 befand Brecht sich in Augsburg, mitten im Geschehen. Diese erste Begegnung mit dem Kommunismus bestimmte Brechts Sicht der Revolution und die Vorbehalte ihr gegenüber. Das zeigen Werke wie das etwa gleichzeitig entstandene Lied des Soldaten der Roten Armee, das Lehrstück Die Maßnahme und die Buckower Elegien. Brecht entwickelte aus seiner Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs und des Elends, das dieser brachte, ein Verständnis der Revolution als Fortsetzung des Krieges und des Leids unter anderer ideologischer, nun roter Flagge. Immun gegenüber der Revolution blieb er, trotz aller Lippenbekenntnisse, selbst in seiner Zeit in der DDR. Zur Ausstellung ist ein Katalog, finanziert von der Stadt Augsburg, erschienen, der zum Preis von 19,80 Euro in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und bei der Stadt Augsburg erhältlich ist.

Reguläre Führungen durch die Ausstellung ab 1. März. – Dauer zirka 30 Minuten. Montags, 11.00 Uhr, mittwochs, 13.00 Uhr, freitags, 15.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zur Ausstellung hier: https://www.sustb-augsburg.de/vollens-ganz-zum-bolschewisten-geworden/

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Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg geht auf die 1537 gegründete Augsburger Stadtbibliothek zurück und gehört zu den bedeutenden spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Sammlungen Deutschlands. Als regional orientierte Forschungsbibliothek für die frühere Reichsstadt Augsburg, Bayerisch-Schwaben und die Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit besitzt sie mehr als 573.000 Bände, rund 3.600 Handschriften, dazu 6.500 Autografen, fast 2.800 Inkunabeln, 22.000 grafische Blätter und eine umfangreiche Sammlung zu Bertolt Brecht. Sämtliche Publikationen der Region werden archiviert, und der Bestand wird laufend ergänzt mit Erwerbungen von Alten Drucken, Sammlungen und Nachlässen aus und zu Bayerisch-Schwaben.



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