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Sonntag, 05.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

„Die Diskussion um den Medienbestand entspricht nicht den Tatsachen“

Der Leiter der Neuen Stadtbücherei Manfred Lutzenberger wehrt sich gegen die aktuell in der Öffentlichkeit geführten Diskussion über den zu geringen Medienbestand in der Neuen Stadtbücherei.

Manfred Lutzenberger

Manfred Lutzenberger


„Die Diskussion über den zu geringen Medienbestand entspricht nicht den Tatsachen“, so Lutzenberger zur DAZ. Bei den Printmedien sei der Regalbestand bei 50 bis 75 Prozent, was genau der richtigen Verteilung zwischen verliehenen und vorhandenen Büchern entspreche. „Die Regalböden müssen in diesem Verhältnis bei einer Leihbücherei gefüllt sein. „Bei einer Leihbücherei, die gut funktioniert“, so Lutzenberger. 

Bei den DVDs und den Hörbüchern habe man allerdings mit 80 bis 85 Prozent eine zu hohe Absenzquote. Hier müsse man nacharbeiten, was aber nicht so schnell gehe und ohnehin nur mit einem sicheren Etat möglich sei. Derzeit sei aufgrund der Spenden genug Geld für die Bestandserweiterung vorhanden, aber was die Zukunft bringe, wisse man nicht. Der Bestandsetat der Neuen Stadtbücherei ist von 200.000 Euro (diesen Betrag gab es noch für die alte Stadtbücherei) auf aktuell 130.000 Euro von der neuen Stadtregierung gekürzt worden. Der aktuelle Ist-Bestand aller Medien beträgt 150.000. In vier bis fünf Jahren möchte Lutzenberger den geplanten Zielbestand von 180.000 Medien erreichen. „Bei einem Jahresetat für den Bestand von 350.000 bis 400.000 Euro könnte man dieses Vorhaben beschleunigen“.