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Montag, 20.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Der FCA weiter auf Höhenflug

Gegen das punktlose Schlusslicht aus Mainz fand der FCA am sechsten Spieltag in die Erfolgsspur zurück. Nach dem 3:1 Sieg gegen die Rheinhessen steht der FCA auf dem fünften Tabellenplatz. In der zehnjährigen Zugehörigkeit zur Bundesliga bedeutet dies den zweitbesten Saisonstart, obwohl der FCA bereits gegen drei Topmannschaften zu spielen hatte.

Von Udo Legner

Nach der Auswärtsniederlage in Leverkusen nahm Cheftrainer Heiko Herrlich zwei Wechsel in der Startelf vor. Für Florian Niederlechner (Bauchmuskelverletzung) lief Ruben Vargas auf und Tobias Strobl ersetzte Rani Khedira.

Der FCA tat sich mit der Favoritenrolle schwer, auch wenn er das Spielgeschehen von Beginn an dominierte. Abgesehen von einer sehenswerten Offensivaktion (2.), die Ruben Vargas nach schönem Zuspiel von Hahn mit einem Schuss über den Mainzer Kasten abschloss, wurden die Augsburger bei Ballbesitz in der ersten Viertelstunde nicht torgefährlich. Lediglich nach Eckbällen und Freistößen wurde es für den Tabellenletzten brenzlig. So in der 18. Minute, als Gregoritsch eine Flanke von Caligiuri aus spitzerem Winkel mit dem Kopf knapp am Mainzer Kasten vorbei setzte.

Wenige Minuten später setzte Vargas ein Ausrufezeichen (24.), der St. Juste und Öztunali das Nachsehen gab, um dann mit rechts flach am Mainzer Tor vorbeizuschießen. Kurz vor Ende der ersten Hälfte wurden die Augsburger Offensivbemühungen doch noch belohnt: Nach einem hohen Ball von Gouweleeuw wurde Jagos Schuss von St. Juste erst noch abgeblockt, bevor Ruben Vargas mit einer Blitzreaktion und einem spektakulären Fallrückzieher (40.) aus kurzer Distanz die Führung für den FCA erzielte.

Fazit zur Halbzeit:

Auch wenn die Statistik in diesem Geisterspiel die Augsburger in den Rubriken Torschüssen, Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe bislang als klaren Sieger auswies, tat sich der FCA schwer, hieraus Kapital zu schlagen.

Wer damit gerechnet hatte, dass der FCA durch Vargas Führungstreffer beflügelt würde und souveräner in die zweite Halbzeit starten würde, sah sich bald eines Besseren belehrt.

Zwischenspurt der Mainzer

Die Mainzer intensivierten ihre Offensivspiel und verlagerten das Spielgeschehen mehr und mehr in die gegnerische Hälfte. Den Augsburger fehlte es in dieser Phase nicht nur an der nötigen Aggressivität, sondern auch an spielerischer Qualität. Ein ums andere Mal wurden die zweiten Bälle verloren, sodass es nur eine Frage der Zeit war, wann den Mainzer der Ausgleichstreffer gelingen würde. Nach einem unnötigen Ballverlust von Vargas nahm das Verhängnis seinen Lauf: Über Kilian kam der Ball zu St. Juste, der auf dem rechten Flügel Levin Öztunali bediente, dessen perfekte Flanke von Onisiwo – begünstigt durch einen Stellungsfehler von Jeffrey Gouweleeuw – zum 1:1 Ausgleich (64.) für die Gäste genutzt wurde.

Wenige Minuten später wäre der FCA beinahe in Rückstand geraten, doch FCA-Keeper Gikiewicz konnte Onisowos Schuss (69.) noch zur Ecke parieren.

Herrlichs glückliches Händchen

Heiko Herrlich reagierte auf die Angriffsflaute seiner Augsburger und wechselte Finnbogason für Gregoritsch (77.) ein. Diese Einwechslung erwies sich nur wenige Minuten später als Glücksgriff. Inmitten der Mainzer Drangphase lenkte der Isländer eine Flanke von Iago mit dem Kopf auf Hahn, der mit einem Direktschuss ins rechte untere Toreck die 2:1 Führung (80.) für den FCA erzielte.

Auf der Gegenseite wäre Mainz in der 88. Spielminute fast der erneute Ausgleich geglückt, doch Burkhardts Volleyschuss – nach schöner Flanke von Onisowo – zischte knapp über das Augsburger Tor.

In der Nachspielzeit dann das erlösende 3:1 für den FCA. Wieder ist es ein eingewechselter Spieler, der die Entscheidung bringt. Noah Sarenren Bazee, der für Ruben Vargas ins Spiel gekommen war (79.), marschierte auf dem rechten Flügel durch die gesamte Mainzer Abwehr und passte in die Mitte auf Hahn, der zum 3:1 einschoss.

The Sky is the Limit

Mit diesem dritten Dreier im sechsten Spiel verzeichnet der FCA in seiner zehnjährigen Zugehörigkeit zur höchsten deutschen Spielklasse den zweitbesten Saisonstart. Am nächsten Samstag (15.30 Uhr) geht es in einem weiteren Heimspiel gegen die Berliner Hertha darum, diesen Höhenflug vor der Länderspiel-Pause fortzusetzen.

FCA:

Gikiewicz – Framberger, Uduokhai, Gouweleeuw, Iago – Strobl – Caligiuri, Hahn, Vargas – Gregoritsch, Robert Gumny (60. für Framberger) Alfred Finnbogasson (75. für Gregoritsch) Noah Sarenren Bazeee (79. für Vargas).

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenFC Bayern650124:91515
2Borussia DortmundDortmund650113:21115
3RB LeipzigRB Leipzig641112:4813
4Bor. MönchengladbachM'gladbach63219:8111
5FC AugsburgAugsburg63129:7210
6VfB StuttgartVfB Stuttgart623111:749
7Bayer LeverkusenLeverkusen52306:339
8Werder BremenSV Werder62318:809
9Eintracht FrankfurtFrankfurt62318:10-29
101899 HoffenheimHoffenheim52129:727
11VfL WolfsburgWolfsburg51404:317
121. FC Union BerlinUnion Berlin51318:626
13SC FreiburgSC Freiburg51316:9-36
14Arminia BielefeldBielefeld61144:10-64
15Hertha BSCHertha BSC51049:12-33
161. FC Köln1.FC Köln60246:11-52
17FC Schalke 04Schalke 0460243:20-172
181. FSV Mainz 05Mainz 0560065:18-130