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Montag, 18.02.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Das Glück ist zurück: FCA setzt Höhenflug bei den Kieler Störchen fort

Ganz im Stile einer Spitzenmannschaft gewann der FCA das Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Holstein Kiel und darf weiter von Berlin träumen. Dem FCA gehörten lediglich die ersten und die letzten drei Spielminuten. Ansonsten war die Baum-Truppe dem Tabellenfünften der zweiten Liga in jeder Hinsicht unterlegen. Dass der FCA seinen unsäglichen Auftritt im hohen Norden dennoch mit Gregoritschs Siegtreffer in den Schlussminuten zu einem glücklichen Ende zu führen wusste, ist wohl weniger mit dem Lehmann-Effekt als vielmehr mit den Worten von Sir Alexander Ferguson, der Trainerlegende von Manchester United, zu erklären: „Football. Bloody Hell!“

Von Udo Legner

Notgedrungen musste der FCA mit seinem zweiten Anzug zum zweiten Spiel der englischen Woche beim Zweitligisten Holstein Kiel im Achtelfinale des DFP-Pokals antreten. Für die angeschlagenen und verletzten Spieler (Framberger, Luthe, Gouweleeuw, Finnbogason, Moravek, Koo, Schmid) sollten es der erst in der letzten Woche verpflichtete Innenverteidiger Reece Oxford zusammen mit Richter, Götze und Finnbogason-Ersatz Cordova richten.

Probleme mit dem zweiten Anzug

Doch schon nach den ersten Spielminuten wurde klar, dass dieser zweite Anzug nicht richtig saß. Ein 25 Meter Freistoß von Gregoritsch (3. Min.), der knapp am rechten Pfosten vorbeizischte sowie ein Fernschuss und ein Kopfball des Österreichers (8. und 11. Min.) sollten die einzigen, kaum nennenswerten Offensivaktionen des FCA in der ersten Halbzeit bleiben. Dass das Spiel des FCA vorne und hinten zwackte, hatte mehrere Gründe. Kevin Danso und vor allem der völlig indisponierte Felix Götze lieferten sich geradezu ein Duell in Sachen Stellungsfehler- und Fehlpass. Schnell stellte sich heraus, dass die linke Außenbahn die Einflugschneise für die Störche bzw. die Problemzone des FCA war. In der 35. Minute etwa lief Schindler allein auf FCA-Keeper Gregor Kobel zu und zirkelte den Ball am Torhüter vorbei an den rechten Pfosten. Nachdem Götze auch noch die gelbe Karte erhalten hatte, wurde er von Manuel Baum ausgewechselt. Doch auch gegen den eingewechselten Konstantinos Stafylidis und dem sich mit zunehmender Spieldauer steigernden Jungspund Oxford, der noch der beste im jüngsten Abwehrbund in der Geschichte des Bundesligisten aus Augsburg war (Durchschnittalter 23,98 Jahre), dominierten die Kieler weiterhin das Spielgeschehen. Dies lag auch daran, dass Hahn weiterhin seiner Form hinterherlief, Richter überhaupt nicht ins Spiel fand und Philip Max – seit er im Scheinwerferlicht potentieller Nationalspieler stand, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst – auch in diesem Pokalspiel nur mit einer maximalen Flankenflop-Quote von sich reden machte. Nur der Drittklassigkeit des Zweitligisten im Abschluss verdankte es der FCA, dass es trotz weiterer Großchancen der Kieler mit einem torlosen Unentschieden in die Halbzeitpause ging.

Neue Besen kehren besser

In der zweiten Halbzeit das alte Lied: Angriff auf Angriff trug das Team von Tim Walter auf das Tor von Gregor Zobel vor. Der FCA hatte dem wenig entgegenzusetzen und fand zu keinem geordneten Spielaufbau. 103 Fehlpässe standen für den FCA auf der Negativseite zu Buche. Allein dem Pech und Unvermögen der Nordlichter war es geschuldet, dass diese keine ihrer insgesamt fünfzehn Großchancen zu nutzen wussten. Mit den eingewechselten Ji und Densen wurde das Spiel der Augsburger wenigstens etwas sicherer. Jensens grandioser Vorarbeit war es letztendlich auch zu verdanken, dass Gregoritsch in der 87. Minute der nicht für möglich gehaltene Siegtreffer gelang. Noch in der Schlussphase stand dem FCA das Glück beiseite, als der koreanische Nationalspieler Lee frei vor Keeper Kobel kläglich vergab.

So blieb es bis zum Abpfiff beim überaus glücklichen Sieg des FC Augsburg, der nun gespannt auf die Auslosung des Viertelfinales (Sonntag, ab 18.15 Uhr) schaut.

Aufstellung: 

Kobel – Fe. Götze, Danso, Oxford, Max – Khedira, D. Baier – Hahn, M. Richter – Gregoritsch, Cordova    

Einwechslungen: 
39. Stafylidis (für Fe. Götze)
, 60. Ji (für M. Richter), 
72. F. Jensen (für Cordova)



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