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Donnerstag, 21.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

CSU: Max Becker droht Amtsenthebungsverfahren

Vor wenigen Tagen gingen dem Vernehmen nach beim Bezirksvorsitzenden der Augsburger CSU Johannes Hintersberger Anträge auf Amtsenthebung für alle CSU-Funktionsträger ein, die sowohl bei der nCSM als auch bei der CSU als Mitglieder eingetragen sind.

Max Becker

Max Becker


Es könne nicht sein, dass hohe CSU-Funktionsträger gleichzeitig bei einer Politgruppierung engagiert sind, die bei der Kommunalwahl 2014 gegen die CSU antritt, so der Kanon der Antragsteller. Prominentestes „Opfer“ dieser Anträge könnte der Pferseer Ortsverbandvorsitzende Max Becker sein. Becker trat im Juni 2011 gegen Tobias Schley um den Vorsitz des CSU-Kreisverbandes West an – und verlor. Becker galt als Wunschkandidat von OB Gribl und Christian Ruck, dem damaligen Vorsitzenden der Augsburger CSU.

Wie gestern aus informierten Kreisen zu erfahren war, ist davon auszugehen, dass das Verfahren in Gang gesetzt wird. Zunächst sollen die Betroffenen angehört werden. Die Entscheidung könnte vom CSU-Bezirksvorstand bereits Anfang Mai getroffen werden. Anträge auf Amtsenthebung liegen auch gegen Wilhelm Böld, Vorsitzender des Vereins “Zukunft Augsburg”, und Stefan Düll, Amtsvorgänger von Tobias Schley als CSU-Kreischef West, vor.

Der Vorstand des Vereins Neue Christlich-Soziale Mitte (v.l.): B. Rotter, stellv. Vorsitzender W. Böld, P. Lingner-Böld, M. Barnstorf, Vorsitzender Frank Hilbich, stellv. Vorsitzende C. Eberle, M. Becker, St. Düll, V. Tsantilas, J. Hilbich, B. Koch, K. Weber