DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Samstag, 04.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

CFS: Kein Angebot für die Leuchtfassade

Die Fassadenverkleidung mit Lichtbauelementen am Curt-Frenzel-Stadion verzögert sich. Bei der öffentlichen Ausschreibung der Bauleistungen hat keine Firma ein Angebot abgegeben.

Die „leuchtende Eisscholle“ bei Nacht – Visualisierung: HOE ARCHITECTS

Dies berichtete Wolfgang Tanzer von der für die Stadion-Modernisierung verantwortlichen Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS) am gestrigen Donnerstag im Bauausschuss. 11 Firmen hatten sich zunächst für die öffentlich ausgeschriebenen Arbeiten interessiert, vier davon forderten Anfang März die Ausschreibungsunterlagen an. Zum Submissionstermin am 4. April kam dann aber kein einziges Angebot herein.

Gegenstand der Ausschreibung war das spätere Aushängeschild des Eisstadions, die illuminierte Fassade, die dem Stadion in den Medien die Bezeichnung „Leuchtende Eisscholle“ einbrachte. Im Detail ging es um die Verkleidung der Ost-, Süd- und Westfassade mit einer Unterkonstruktion und LED-beleuchteten Lichtbauelementen und die zugehörige statische Berechnung, die die Firmen anbieten sollten.

Telefon-Marathon um neue Firmen

Schon in der letzten Aprilwoche hätten die Arbeiten beginnen sollen, die Fertigstellung ist für den 6. September 2013 terminiert. Die AGS geht jetzt von einem verzögerten Baubeginn aus, so Projektleiter Wolfgang Tanzer, der hektische Tage hinter sich hat: Nach zahlreichen Telefonaten mit in Frage kommenden Fachunternehmen habe man schließlich 14 andere Firmen gefunden, die in den kommenden Wochen im Rahmen einer erneuten, diesmal beschränkten Ausschreibung Angebote abgeben wollen.

Die Stadträte im Bauausschuss nahmen die schlechte Botschaft gelassen auf. Beate Schabert-Zeidler (Pro Augsburg) fand sogar Worte des Dankes für den Pechvogel Tanzer: Mit welcher Ruhe er die Widrigkeiten der Stadion­baustelle ertrage und im Ausschuss präsentiere, müsse auch einmal öffentlich gewürdigt werden.