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Mittwoch, 26.02.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

CFS-Debakel: Stadtspitze dementiert Artikel der Augsburger Allgemeinen

In dem heutigen Aufmacher der Lokalredaktion der Augsburger Allgemeinen ist unter anderem zu lesen, dass sich die Stadt Augsburg aufgrund der bekannten Sichtprobleme beim Umbau des Curt-Frenzel-Stadions für eine Millionenklage rüste. Außerdem soll aufgrund der Probleme beim CFS, so die Augsburger Allgemeine, zwischen Oberbürgermeister Kurt Gribl und Bürgermeister Peter Grab “ein derzeit mehr als frostiges Klima herrschen”.

Merkle, Gribl, Grab, Öttl, Hermann bei der Modellpräsentation im April 2010.

Als alles noch in Butter war: Merkle, Gribl, Grab, Öttl, Hermann bei der Modellpräsentation im April 2010.


In dem von OB Gribl und Bürgermeister Peter Grab unterzeichneten Dementi legen beide Wert darauf, dass der Eindruck, dass sich die Stadt für eine Millionenklage rüste, völlig falsch sei. Außerdem gebe es zwischen Oberbürgermeister und Bürgermeister “keinerlei atmosphärische Störungen”. – Das komplette Dementi der Stadtspitze im O-Ton:

„Der Eindruck, die Stadt rüstet sich wegen der Probleme beim Umbau des Curt-Frenzel-Stadtions für eine Millionenklage, ist schlichtweg falsch und entspricht nicht den Tatsachen. Bei der Aufarbeitung der Probleme gibt es eine klare, mit allen Beteiligten abgestimmte Vorgehensweise. Derzeit untersucht ein renommierter Gutachter die vorliegenden Planungen. Aufgrund dessen gutachterlichen Aussagen werden wir Klarheit darüber bekommen, ob und inwieweit das Stadion auf Basis der vorliegenden Planung bei Fertigstellung Mängel aufweisen wird. Dann erst werden Entscheidungen über die weitere Vorgehensweise getroffen, sprich, können konkret etwaige Verbesserungen ins Auge gefasst werden. Sollten diese wiederum notwendig sein, müssen dann auch mögliche Regressforderungen überprüft werden. Diskussionen über hypothetische Klagen, die derzeit überhaupt nicht auf der Tagesordnung stehen, begründen nur unerfüllbare Erwartungshaltungen: Solche Spekulationen behindern nicht nur konstruktive Lösungsansätze, sondern haben auch gravierende negative Auswirkungen auf alle Beteiligten. – Im Verhältnis zwischen dem Oberbürgermeister und dem Sportreferenten gibt es keinerlei atmosphärische Störungen. Es herrscht vielmehr ein ständiger Informationsfluss. Beide stimmen die Vorgehensweise in Sachen Curt-Frenzel-Stadion andauernd miteinander ab. Insbesondere hatte der Sportbürgermeister den Oberbürgermeister sofort nach Bekanntwerden der Schwierigkeiten im Stadion Anfang Oktober eingebunden und alle wesentlichen Schritte mit ihm abgesprochen; dies wird auch so bleiben.”

Am schnellsten bewertete die Kreisvorsitzende der Augsburger FDP, Miriam Gruß, das städtische Dementi. “Eine Pressekonferenz einzuberufen, nur um dann die Vorbereitung einer Klage zu dementieren und das hervorragende Verhältnis zwischen OB und Bürgermeister zu betonen, ist angesichts der aktuellen Lage eine Farce”, so Gruß, die die Stadtregierung in Sachen CFS weiterhin mit grobem Schrot unter Beschuss nimmt: “Priorität sollte zur Zeit eigentlich die Aufklärung der undurchsichtigen Vorgänge rund um die Auftragsvergabe und eine Lösung der Probleme haben. Alles andere ist für die Augsburger Steuerzahler blanker Hohn!”