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Samstag, 02.10.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

CEMA-Gelände: Grüne wollen Ideenwettbewerb



Das ehemalige CEMA-Gelände in Oberhausen soll neu entwickelt werden. Dort plant der neue Eigentümer und Investor („Pegasus Capital“) eine Umwandlung der Gewerbefläche in Wohnbebauung, eine Grünzone und Gewerbe mit geringfügigen Lärmemissionen. Zusätzlich existiert in der Vorplanung der Gedanke, für zirka 100 Asylbewerber eine Unterkunft zu schaffen, deren anerkannte Asylbewerber in die neuen Wohnungen einziehen könnten: Sozialer Wohnungsbau und freier Wohnungsbau sei der Bestandteil des Konzepts auf dem riesigen Gelände der ehemaligen Molkerei zwischen Meierweg und Zirbelstraße in Oberhausen. Die Vorplanung für das Projekt wurden zuletzt im Bauausschuss vorgestellt. Volker Schafitel (FW) hat dagegen gehalten. Er wollte aus städtebaulichen Erwägungen eine Planerwerkstatt einschalten und wurde dafür vom gesamten Bauausschuss abgekanzelt.

Überraschend kommt deshalb der Vorstoß der Grünen Stadtratsfraktion, die sich nun gegen die Pläne der Stadt positioniert. Die Grüne Stadtratsfraktion forderte heute via Pressemitteilung für das Areal einen “städtebaulichen Ideenwettbewerb”.

Cemal Bozoglu

Cemal Bozoglu


„Das Gelände gehört einem Investor, der bereits Vorplanungen erstellen hat lassen. Diese Vorplanungen waren nun Gegenstand im Baukunstbeirat und fanden dort keinen Zuspruch, weil sie die heute in Oberhausen schon vorhandene Sozialstruktur verfestigen, wenn nicht sogar verschlechtern würden. Wir wollen deshalb, dass die Stadt mit dem Investor ins Gespräch kommt und darauf hinwirkt, dass es einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für das Areal gibt. Einen entsprechenden Antrag haben wir gestellt. In Oberhausen sind mit dem Projekt “Soziale Stadt” seit vielen Jahren gute Erfolge bei der nachhaltigen Stadtentwicklung und einer besseren Durchmischung der Sozialstrukturen erzielt worden. Diese Erfolge würden durch die vorliegende Planung nur konterkariert.“ So Cemal Bozoglu, der baupolitische Sprecher der Grünen. Für Oberhausen sei gewünscht, dass vom ehemaligen CEMA-Areal neue Impulse für das Stadtviertel ausgehen sollen, „die die bereits heute schwierige Sozialstruktur durchbrechen und Oberhausen ein Stück lebenswerter und attraktiver machen“, so Bozoglu.