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Mittwoch, 05.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Bundestag: Süßmair scheidet aus

Die Bayerischen Linken haben auf ihrem Landesparteitag am vergangenen Wochenende in Nürnberg ihr Landtagswahlprogramm beschlossen und die Kandidatenliste für den Bundestag aufgestellt. Alexander Süßmair scheiterte bei der Wahl um Listenplatz 4 in der Stichwahl gegen Harald Weinberg und verzichtete auf weitere Kampfabstimmungen.

Alexander Süßmair

Alexander Süßmair


Der aktuelle Augsburger Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Alexander Süßmair steht somit nicht mehr auf der Bundestagsliste der Bayerischen Linken. Süßmairs Mandat endet somit unabhängig vom Wahlergebnis im September dieses Jahres nach den Wahlen zum 18. Deutschen Bundestag. Alexander Süßmair wurde 2009 auf Listenplatz sechs der Bayerischen Linken überraschend in den Deutschen Bundestag gewählt, da in Bayern die Linken damals 6,5 Prozent erzielten. In aktuellen Umfragen liegen die Linken in Bayern zwischen zwei und drei Prozent. In Bayern gilt die Faustregel, dass ein Prozentpunkt ein Bundestagsmandat bringt, womit – nimmt man die derzeitigen Umfragen als Maßstab – Süßmair auch auf dem vierten Listenplatz zittern hätte müssen. Süßmair macht für sein Scheitern die Lagerbildung innerhalb der Bayerischen Linken verantwortlich. Das Ernst-Lager habe seine Leute rigoros durchgedrückt, so Süßmair. Der umstrittene Linke Spitzenpolitiker Klaus Ernst belegt Listenplatz 1 (Ernst wurde von 76 % der Delegierten gewählt), Platz 2 belegt die Ingolstädterin Eva Bulling-Schröter (81,5%), auf Platz 3 kandidiert Nicole Gohlke (82 %) und auf Platz 4 konnte sich Harald Weinberg mit 64,9 Prozent gegen den Augsburger Alexander Süßmair durchsetzen.

Süßmair in Augsburg OB-Kandidat

Der designierte OB-Kandidat der Augsburger Linken ist somit der dritte Augsburger Bundestagsabgeordnete, der aus dem Berliner Bundesparlament ausscheidet. Heinz Paula (SPD) und Dr. Christian Ruck (CSU) verzichteten ebenfalls auf eine erneute Kandidatur – wie Süßmair nicht ganz aus freien Stücken. Laut Linken-Sprecher Otto Hutter wird Süßmair im Herbst „wohl nach den Landtagswahlen“ als OB-Kandidat für die Augsburger Kommunalwahl 2014 nominiert. „Süßmair ist bei uns unumstritten die Nummer eins, seine Nominierung ist reine Formsache“, so Hutter.



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