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Donnerstag, 24.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Bürgermeisterin Eva Weber: „Stadt lässt Kulturschaffende nicht allein!“

Die Kritik von Kulturschaffenden an der städtischen Kultur-Krisenpolitik zeigt Wirkung. Die Stadt zeigte umgehend Verständnis: Austauschgespräche über Bedürfnisse in der Szene seien geplant, da die Stadt die Anliegen aus der Kulturszene ernst nehme, so reagierte Bürgermeisterin und Oberbürgermeisterin in spe Eva Weber auf die Notsignale der Augsburger Kulturszene.

Eva Weber

„Auf keinen Fall werden Kulturschaffende während der Corona- Krise allein gelassen. Dazu ist mir auch ein enger Kontakt mit Betroffenen wichtig“, sagt Bürgermeisterin Eva Weber. Sie verweist darauf, dass der Kulturbereich von der Corona-Krise mit am längsten und härtesten betroffen sein wird.

Stadt im Gespräch mit der Kulturszene

Bürgermeisterin Weber lädt für kommende Woche zu einem Austauschgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Augsburger Kulturszene ein. Zum Teilnehmerkreis gehören neben dem Kulturbeirat auch Institutionen wie die Club & Kulturkommission, das Abraxas, das S ́Ensemble Theater, das Staatstheater, der Berufsverband Bildender Künstler sowie das Kulturamt der Stadt. „Es ist eine Gelegenheit, um über die Corona-bedingten Bedürfnisse der Kulturschaffenden zu sprechen und Lösungswege zu suchen“, so Eva Weber.

Vor diesem Hintergrund wird auch weiterhin Kulturamtsleiterin Elke Seidel als Ansprechpartnerin für Kulturschaffende zur Verfügung stehen und zusätzlich Stefan Schleifer aus dem Kulturreferat übergangsweise für diese Aufgabe benannt. Deren Auftrag ist es, zusätzlich zu den Förderangeboten des Freistaats, Möglichkeiten und Maßnahmen für die Augsburger Kulturszene zu entwickeln – wie zum Beispiel für den bereits bestehenden Augsburg Stream. Auch der Kulturbeirat der Stadt soll dabei eingebunden werden.

Kultur trotzdem erlebbar machen

Weil das kulturelle Leben in der Stadt wegen der Corona- Pandemie beinahe ganz zum Erliegen gekommen ist, soll bei diesem Termin auch über Möglichkeiten und alternative Formate nachgedacht werden, um Kultur für die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt trotzdem erlebbar zu machen. „Ich bin überzeugt, dass wir Wege finden, die die Kulturszene dabei unterstützen, aus der Krise heraus zu kommen. An Kreativitätdürfte es dabei sicher nicht mangeln“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Hotline und Infos im Web der Stadt

Darüber hinaus gibt es bei der Stadt auch eine Hotline für Kulturschaffende. Sie ist von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr erreichbar unter Tel. 0821 324 9074. Unterwww.augsburg.de/coronavirus/kulturbereich sind Infos zu Fördermöglichkeiten und Hilfen zu finden, die laufend weitergeführt und aktualisiert werden.