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Montag, 06.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Bürger entwickeln Konzept für die Maximilianstraße

Organisiert vom Architekturforum Augsburg e.V. diskutierte die „bürgerliche Interessengemeinschaft Maximilianstraße“ gestern im Hotel Drei Mohren ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Augsburger Kaisermeile.

Die Teilnehmerliste war lang: Architekturforum, Forum Augsburg lebenswert, Holbeingymnasium, Seniorenbeirat, Städtische Kunstsammlungen, BI Obere Stadt, IG Katharinenviertel, Anwohner sowie die Kirchengemeinden St. Ulrich und St. Moritz waren vertreten. Weitgehende Einigkeit wurde zu den folgenden fünf Punkten erzielt:

  1. Die Sanierung der Maxstraße soll 2010 auf der Grundlage des ehemaligen „Kaisermeilenkonzepts“ und den Empfehlungen des Forums Innenstadt Augsburg erfolgen, unter Einarbeitung der Ergebnisse des derzeit laufenden Ideenwettbewerbs Innenstadt.
  2. Die Sperrzeit muss auf die Zeit von 1 Uhr bis 6 Uhr verlängert werden.
  3. Maxfeste dürfen nicht zu Lasten des Einzelhandels stattfinden. Die Stände sollen in historischer Mittelaufstellung errichtet werden.
  4. Die Hallschule darf nicht als Hotel umgenutzt werden.
  5. Die Hallstraße soll verkehrsberuhigt und zu einem Schulcampus umgestaltet werden.

Weitere Treffen sind in Kürze geplant, auch das Zugehen auf die Politik. Noch vor dem 5. Februar soll das geschehen, so Architekt Volker Schafitel, Vorsitzender des Architekturforums Augsburg. Nur so bekomme man genügend Aufmerksamkeit, denn an diesem Datum wird das Ergebnis des Ideenwettbewerbs Innenstadt vorgestellt.

Download: Empfehlungen des Forums Innenstadt Augsburg (pdf, 480 kB)

Märkte und Feste in der Maximilianstraße



Die historische Mittelaufstellung der Marktstände bezog die angrenzenden Geschäfte entlang der Straße in das Marktgeschehen mit ein und grenzte sie nicht aus, wie es bei den heutigen Maxstraßenfesten der Fall ist. Somit konnten die Geschäfte partizipieren und hatten nicht nur die Lasten zu tragen. Schon die alte Reichsstadt nahm damit ihre Verantwortung gegenüber den Bürgern und Kaufleuten wahr. Unter demokratischen Verhältnissen sollte das ebenfalls als Selbstverständlichkeit gesehen werden, meint die Interessengemeinschaft.