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Freitag, 24.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Brechthaus: Grüne fordern Konzept zu Brecht

Die Debatte um das Nutzungskonzept des Geburtshauses Brechts nahm die Grüne Stadtratsfraktion zum Anlass, um „ein abgestimmtes Konzept zur Weiterentwicklung der Beschäftigung der Stadt mit Bertolt Brecht“ zu fordern.

Brecht als Mozart

Brecht als Mozart


Das Verhältnis der Stadt zu Brecht müsse über die aktuelle Frage hinausgehen, wer zukünftig das Brechthaus verwaltet und bewirbt. „Bevor wir über operative Zuständigkeiten für bestimmte Aufgaben diskutieren, sollten wir überlegen, wie wir das Brechthaus zeitgemäß gestalten können und die verschiedenen Akteure und Aktivitäten vernetzten können. Dies muss das Brechtfestival genauso einbeziehen wie die wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen der einzelnen Akteure im Bereich Brecht, wie z.B. den Bert-Brecht-Kreis“, so Verena von Mutius, kulturpolitische Sprecherin der Augsburger Grünen. Federführend für eine solche Konzepterstellung solle die Brechtforschungsstelle und das Kulturreferat sein. „Mit der Brechtforschungsstelle haben wir sehr gute Voraussetzungen, uns mit diesem Thema inhaltlich auseinanderzusetzen. Der Kulturreferent und die Brechtforschungsstelle haben die Aufgabe, alle weiteren Akteure die zur Verstärkung der Dachmarke Brecht beitragen können zusammenzubringen und mit ihnen ein abgestimmtes und umfassendes Konzept zu erarbeiten “. so der Grüne Fraktionsvorsitzende Reiner Erben, der sich bei Brecht gegen eine weitere Kommerzialisierung ausspricht, „wie sie beim Brechtfestival zu beobachten ist.“