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Freitag, 26.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Bochum vs. FCA 0:2

Der FC Augsburg schlug in der Zweiten Fußballbundesliga den VfL Bochum im Rewirpower-Stadion mit 2:0 und hat sich somit nach dem dritten Sieg im dritten Spiel in der Zweiten Bundesliga mit einem optimalen Start an der Tabellenspitze verankert.



Jos Luhukay überraschte zu Beginn mit einer taktischen Neuausrichtung. Michael Thurk spielte diesmal ganz vorne in der Mitte als einzige Spitze und Torsten Oehrl agierte als arbeitender Stürmer freischaffend dahinter. Nando Rafael, der zuletzt in der Sturmmitte – im Gegensatz zu Thurk- überzeugen konnte, blieb auf der Bank. Dafür spielte Kees Kwakman den rechten Sechser. In der Abwehrreihe musste Marcel Ndjeng für Paul Verhaegh pausieren. Daniel Baier hatte alle Freiheiten und war bis zu seiner Auswechslung der Kreativposten im offensiven FCA-Mittelfeld. Oehrl und Baier arbeiteten viel nach vorne und störten das Bochumer Aufbauspiel mit großer Laufbereitschaft. Überhaupt bestand die Stärke des FCA in der Rückwärtsbewegung. Auf den ersten gekonnten Angriff der Augsburger musste man bis zur 50. Minute warten. Der schulmäßig freigespielte Baier flankte präzise auf Thurk, der den Ball nicht verwerten konnte. Thurk blieb auch gestern die Schwachstelle des Augsburger Spiels. Trotz der insgesamt sehr starken Mannschaftsleistung des FCA, konnte der Augsburger Goalgetter wiederum nicht überzeugen. Schnelle Ballverluste, mangelhafte Übersicht und ungenaue Zuspiele sind das aktuelle „Markenzeichen“ des „Torminators“ der vergangenen Saison. Bei einem anderen Schlüsselspieler aus zurück liegenden Tagen war es nicht viel besser: „Ibo“ Traore hatte nach seiner Einwechslung für de Jong viel Raum und bestach vor allem dadurch, dass er ihn nicht nutzen konnte.

Die Bochumer luden den FCA zum Siegen ein

In einer von Kampf und Laufarbeit geprägten Partie war der FCA von Beginn an die bessere Mannschaft und stand nach dem frühen 1:0 in der 12. Minute durch Thurk in keiner Phase der Partie ernsthaft unter Druck. Die FCA-Abwehr ging sehr konzentriert zu Werke und erstickte die Bochumer Angriffsbemühungen bereits im Ansatz. Ein nicht unwesentlicher Teil des verdienten FCA-Erfolges war allerdings der katastrophalen Leistung der Bochumer Mannschaft geschuldet. Beim Kopfballtor von Thurk befand sich die komplette Hintermannschaft der Bochumer im Tiefschlaf. In der 41. Minute leistete sich VfL-Keeper Philipp Heerwagen einen dicken Schnitzer und de Jong musste nur noch einnicken. Kein Druck nach vorne, keine Kreativität in allen Mannschaftsteilen und zahlreiche Fehler in der Ballkontrolle: Die Bochumer luden den FCA regelrecht zum Siegen ein. Das Manko des FCA bestand in erster Linie darin, an diesem Sonntagnachmittag in Bochum zu wenig Tore geschossen zu haben. In der zweiten Halbzeit war dennoch klar ersichtlich, dass die Brechtstädter sich klug verstärkt haben. Ohne im Kaffeesatz lesen zu müssen, kann man aufgrund ihres durchgängig hervorragend besetzten Kaders in dieser Saison davon ausgehen, dass sie im Aufstiegsorchester der Zweiten Liga einen wichtigen Part spielen werden. Am Sonntag, 19. September kommt Osnabrück in die impuls arena, am Mittwoch geht es nach Duisburg und am Sonntag, 26. September kommen die Münchner Löwen nach Augsburg.

FCA: Jentzsch – Verhaegh, Möhrle, Sankoh, Bellinghausen – Kwakman, Brinkmann – Baier, de Jong – Oehrl – Thurk.

Einwechslungen:

55. Traore für de Jong, 77. Rafael für Thurk, 87. Bertram für Baier.