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Donnerstag, 23.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Bahnhofsumbau: AfD will Ratsbegehren

Die Augsburger AfD fordert in Sachen Bahnhofsumbau einen Baustopp und ein Ratsbegehren.

Thomas Lis

Thomas Lis


Die Kostensteigerung bei der Untertunnelung des Bahnhofes hat bei der AfD zu einem Umdenken geführt. „Wir werden den Antrag stellen, das Projekt jetzt zu stoppen. Dabei favorisieren wir die Lösung einer Haltestelle in der Viktoriastraße und die Führung der Linien 3 und 5 durch die Pferseer Unterführung“, so Thomas Lis, Fraktionsvorsitzender der AfD. Am 6. November 2014 wurden die Kosten via Pressemitteilung der Stadtwerke mit 143,5 Millionen Euro beziffert. Und auf der vergangenen Stadtratssitzung am 20. November schlug mit 181,6 Millionen die erste harte Zahl im Stadtrat auf, die allerdings die übliche Baukostenerhöhung bis ins Jahr 2022 nicht berücksichtigt. „Rechnet man die optimistische, ebenfalls vom Stadtwerkechef genannte, Baukostensteigerung von 3% nur mal für 5 Jahre dazu, ist man bereits bei realistischeren 200 Millionen Euro. Dies wäre eine Zahl, die man den Augsburger Bürgern vermitteln muss. Wobei bei Fachleuten und Planern sogar noch deutlich höhere Werte zu hören sind“, so Lis via Pressemitteilung. Angesichts der neuen Zahlen sei es jetzt an der Zeit, die Bürger darüber entscheiden zu lassen. „Nur ein Bürgerentscheid, gestartet durch ein Ratsbegehren, legitimiert die Stadtregierung für dieses Großprojekt.“