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Freitag, 11.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Bädersanierung: Grüne kritisieren zögerliche Umsetzung

Enttäuscht zeigen sich die Augsburger Grünen über die Umsetzung des Bäder-Masterplans der Stadt. Frühestens 2012 sollen Mittel in den Bauunterhalt der Bäder fließen.

Altes Stadtbad (Foto: Kleeblatt-Film)

Altes Stadtbad (Foto: Kleeblatt-Film)


In der Auseinandersetzung um den Verkauf des Alten Stadtbads Anfang 2010 hatte OB Kurt Gribl ein Gesamtkonzept für die fünf städtischen Hallenbäder, das Plärrer-, das Spickel-, das Haunstetter Bad, das Gögginger Bad und das Alte Stadtbad präsentiert. Dieses sah die Investition von 16 Millionen Euro in die bauliche und energetische Sanierung der Bäder vor – für die Grünen Martina Wild und Reiner Erben ein „vollmundiges“ Versprechen, schnell und umfassend zu handeln. Es sei damals der Eindruck erweckt worden, dass es bereits Zusagen für Zuschüsse und die Genehmigung von Kreditaufnahmen durch die Regierung von Schwaben gebe, so die beiden Stadträte vorgestern.

Der groß angekündigte „Masterplan“ benenne bisher aber nur die Reihenfolge, wann Förderanträge gestellt und wann die Sanierungen der einzelnen Hallenbäder angegangen werden sollen. In den städtischen Haushalt 2011 seien lediglich Planungsmittel für das Plärrerhallenbad eingestellt worden, aber keine Mittel für den Bauunterhalt der Bäder. Beim Stadtbad werde sich deshalb auf Jahre hinweg nichts tun, befürchten die Grünen, auch wenn die Dampfsauna jetzt saniert werde. „CSU und Pro Augsburg haben damit den engagierten Bürger/-innen Sand in die Augen gestreut. Diese haben zurecht erwartet, dass das Thema nach dem Bürgervotum mit Hochdruck angegangen wird,“ so Martina Wild.