Aus für die Freilichtbühne: Sanierung unaufschiebbar
Die Freilichtbühne am Roten Tor steht nach fast einem Jahrhundert Spielbetrieb vor einer tiefgreifenden Zäsur. Wie die Stadt Augsburg am Mittwoch mitteilte, machen schwerwiegende bauliche Mängel eine Sanierung unaufschiebbar. Die Spielstätte bleibt für die Saison 2026 und darüber hinaus gesperrt.
Von Bruno Stubenrauch

Freilichtbühne – Foto: DAZ/ Stefan Steinhagen
Zwar wurde das Areal in den vergangenen Jahren vor jeder Spielzeit engmaschig überprüft, doch die aktuelle Untersuchung der Tragwerksstruktur brachte nun kritische Ergebnisse hervor. Vor allem die Statik der Tribüne ist betroffen: Mehr als die Hälfte der tragenden Balken weist Schäden auf, wodurch ein Nachweis der uneingeschränkten Standsicherheit nicht mehr möglich ist.
Da die Stadt Augsburg die Sicherheit der Besucher und Mitwirkenden als nicht verhandelbar einstuft, wurde die Entscheidung zur Schließung unverzüglich getroffen. Zuvor untersuchte Notabstützungen erwiesen sich als nicht fristgerecht umsetzbar, um den Spielplan für 2026 zu halten. Anstatt auf riskante Provisorien zu setzen, leitet die Stadt nun den nächsten Planungsschritt ein.
Machbarkeitsstudie kommt – Ersatzspielstätte steht fest
Eine umfassende Machbarkeitsstudie soll zeitnah klären, wie die Zukunft der Bühne im Herzen der Stadt aussieht und welche Kosten sowie Bauzeiten für eine Generalsanierung zu erwarten sind. Hierfür sollen zurückgestellte Sanierungsmittel verwendet werden.
Um die Kontinuität des kulturellen Lebens in Augsburg zu sichern, steht bereits eine Ersatzspielstätte fest: In Absprache mit den Stadtwerken Augsburg kann die Stadt auf das Gaswerk-Gelände zurückgreifen, das laut Stadt die Voraussetzungen für die Anforderungen des Staatstheaters und der freien Veranstalter erfüllt.