DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Freitag, 19.08.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Augsburger Energiewende jetzt!

Demonstration und Kundgebung am Dom

Die Katastrophe in Fukushima hat in Deutschland eine Wende in der Energiepolitik erzeugt. Mit einer Demo am Samstag fordert Attac-Augsburg – mit Unterstützung von Greenpeace Augsburg und weiteren Aktiven aus der Anti-AKW-Bewegung – ein Augsburger Konzept für die Energiewende ein.



Die Globalisierungskritiker streben die Entwicklung eines Augsburger Energiekonzepts an, das ganz auf erneuerbare Energien setzt. Die Dezentralisierung der zukünftigen Energieversorgung sei auch die Grundlage dafür, dass die Konzerne wie RWE mit seiner 90%-Tochter LEW keinen Zugriff mehr auf die Energieversorgung haben, so Attac gestern in einer Pressemitteilung. Gefordert wird die direkte Einbeziehung von Fachleuten und Bürgern und die Verabschiedung eines solchen Konzepts durch die Stadt Augsburg und der Region.

Bruno Marcon von Attac Augsburg: „Wir fordern ein atomstromfreies Augsburg. Als erster Schritt ist der Ausstieg der Stadtwerke aus dem Bezug von Atomstrom geboten! Ein zügiger Ausbau des Fernwärmenetzes mit dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung ist der nächste Schritt.“ Die Zukunft liege in der dezentralen Energieversorgung. „Kleine Versorgungseinheiten, die direkt aus dem Bürgerwillen hervorgehen, schaffen eine neue Energiedemokratie jenseits von Profitinteressen von Konzernen“, so Marcon weiter.

Die Demonstration und Kundgebung unter der Losung „Augsburger Energiewende jetzt! – Augsburg (und allerorts) atomstromfrei!“ findet am Samstag, den 4. Juni um 14 Uhr auf dem Vorplatz des Augsburger Doms statt.