„Augsburg in Bürgerhand“ fordert echte Sachpolitik statt Parteidiktat
Nach der Kommunalwahl 2026 zieht Augsburg in Bürgerhand eine erste Bilanz: Die Wählervereinigung sieht sich durch ihr Ergebnis gestärkt und formuliert klare Erwartungen an den künftigen Oberbürgermeister Florian Freund.
Von Bruno Stubenrauch

Sachverstand statt Parteibuch
Vor dem Hintergrund deutlicher Verluste der bisherigen Koalition von mehr als zwölf Prozent fordert die Vereinigung einen grundlegenden Kurswechsel im Rathaus:
- Überparteilichkeit: Stadtratsbeschlüsse sollen künftig durch freie Mehrheitsfindung statt durch Fraktionszwang zustande kommen;
- Fachkompetenz: Referentenposten seien mit unabhängigen Fachleuten statt mit Parteifunktionären zu besetzen.
Direkte Demokratie gegen Vertrauensverlust
Da der neue Oberbürgermeister lediglich von rund 20 Prozent der Wahlberechtigten gewählt wurde, sieht die Gruppierung einen wachsenden Vertrauensverlust in die Politik. Zentrale Zukunftsfragen sollten deshalb verstärkt durch Bürgerentscheide direkt von der Bevölkerung entschieden werden.
Ein stabiler Gegenpol
Trotz allgemeiner Einbußen vieler kleinerer Gruppierungen konnte die Liste um OB-Kandidat Bruno Marcon ihr Ergebnis leicht verbessern. Marcon selbst legte im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 um 43 Prozent zu. Für Augsburg in Bürgerhand ist dies ein klarer Auftrag, im neuen Stadtrat als stabiler, fachlich orientierter Gegenpol aufzutreten.