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Montag, 06.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Archaische Klänge im Römischen Museum

Auch dieses Jahr, vom 1. Juli bis 24. September, wird im Römischen Museum wieder Wolfgang Lackerschmids 2009 uraufgeführte Komposition „Steinklang einer 2000-jährigen Stadt“ erklingen.

Wolfgang Lackerschmid - Foto: Helmut Hien/oh

Wolfgang Lackerschmid - Foto: Helmut Hien/oh


Die Instrumente muten archaisch an, das Material ist ungewöhnlich: Was vom Klang und Aussehen her an ein Xylofon erinnert, ist aus Stein. Poliert, aber an den Kanten durchaus naturbelassen: das neu entwickelte Gramorimba. Hinzu kommen ein Steingong mit einen Durchmesser von 1,25 Meter und eine Steinharfe, ein massiver, segelförmiger Steinblock, in den Rillen eingefräst sind. Die länglichen Klangstäbe der Harfe werden mit Schlegeln oder Klöppeln angeschlagen oder mit angefeuchteten Händen gerieben – ähnlich wie bei einer Glasharfe. Die Musikinstrumente stammen aus der Werkstatt Rudolf Fritsches aus Wattwil in der Schweiz.

Wolfgang Lackerschmid setzt sich in seiner 20-minütigen Komposition mit dem Material Stein sowohl als Instrument wie auch als Teil der Akustik und Raumwirkung des Aufführungsorts auseinander. Umgesetzt wird das Stück von Studierenden des Leopold-Mozart-Zentrums. Der als Vibrafonist, Marimba-Spieler und Schlaginstrumentalist ausgebildete Lackerschmid ist international als Jazzmusiker bekannt; in den 1980er Jahren hat er unter anderem mit Chet Baker gearbeitet.



„Steinklang einer 2000-jährigen Stadt“

1. Juli bis 24. September

Dienstag bis Freitag jeweils 16 Uhr

Eintritt 5 Euro, für Teilnehmer des 2-stündigen Stadtrundgangs „Auf den Spuren der Fugger durchs goldene Augsburg“ der Regio (7 Euro) kostenlos

Karten vor Ort im Römischen Museum.