Medici
DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

And the Winner is….“Best of Poetry Slam“ beim Augsburger Brechtfestival

Der neue Meister des „Best of Poetry Slam“ beim Brechtfestival 2018 in Augsburg heißt Philipp Herold aus Heidelberg, einer der facettenreichsten Slam-Poeten seiner Generation. Er setzte sich im Finale gegen Quichotte aus Köln durch.

Von Andrea Huber

David Friedrich mit Tanasgol Sabbagh, Quichotte, Philipp Herold und Temye Tesfu (c) Christian Menkel

David Friedrich mit Philipp Herold, Quichotte, Tanasgol Sabbagh und Temye Tesfu (v.l.) - Musiker im Bild: Kilian Bühler, Girisha Fernando - Foto (c) Christian Menkel


Überwiegend junge Besucher strömten am Dienstagabend, den 27.2. ins ausverkaufte Parktheater, um beim „Best of Poetry Slam“ in Augsburg dabei zu sein. Im Rahmen des Brechtfestivals traten vier der besten Bühnenpoeten des deutschsprachigen Raums gegeneinander an: Tanasgol Sabbagh, Quichotte, Philipp Herold und Temye Tesfu – unter anderem mit Texten zum Festivalmotto „Egoismus versus Solidarität“. Jeder Teilnehmer hatte anstatt der üblichen fünf Minuten zehn Minuten Zeit, um dem Publikum zu zeigen, warum sie oder er zurecht zu den Besten der Slamszene zählt.

David Friedrich, Autor und Moderator und vor allem einer der erfolgreichsten Poetry-Slammer im deutschsprachigen Raum (deutschsprachiger Meister 2017), moderierte den Abend mit Witz und Esprit und führte schlagfertig und gleichsam charmant durch den knapp dreistündigen Wettbewerb.

Die musikalische Umrahmung übernahmen die Augsburger Musiker Girisha Fernando (Bass und Kurator der Veranstaltung), Jochen Helfert (Piano) und Kilian Bühler (Schlagzeug) mit chilliger, spontan improvisierter sowie eigens für den Abend arrangierter Musik, im Stil zwischen zeitgenössischer Pop- und Soulmusik und dem Jazz angesiedelt.

In der ersten Runde (Vorrunde) der vier Giganten bewerteten ausschließlich die fünf von Moderator David Friedrich ausgewählten Juroren aus dem Publikum, die sich auf Anfrage zur Verfügung stellten. Schade, dass Spoken-Word Poetin Tanasgol Sabbagh mit ihren berührenden Texten nicht weitergekommen ist, und auch Slam Poet und Sprechlyriker Temye Tesfu mit seinem temporeichen Vortrag keinen weiteren Auftritt bekam. Aber so sind die Regeln, die beiden ermittelten Vorrundensieger mit den meisten Gesamtpunkten der Juroren, Quichotte und Philipp Herold, traten nach der Pause erneut an und lieferten sich und dem Publikum ein spannendes Duell, bei dem sie je einen unbegleiteten und einen mit Live-Musik korrespondierenden Text vortrugen. Der traditionelle Preis, die Flasche Whiskey, ein übernommenes Ritual aus Amerika, wurde von David Friedrich schon mal als zusätzlichen Anreiz bereitgestellt.

And the Winner is…

Im Finale durfte das Publikum mit der Intensität des Applauses entscheiden, wer bei „Best of Poetry Slam“ die Bühne als Sieger verlässt. Philipp Herold bekam eindeutig den Zuspruch.

Special guest Troy of Persia als Sänger und die Band gaben dem Slam-Finale die besondere Note zur ohnehin rundum gelungenen Veranstaltung.



Suche in der DAZ

  

DAZ Archiv

Dezember 2018
M D M D F S S
« Nov    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  
Malzeit
300 Millionen
Buergerbueros