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Sonntag, 28.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Als die Stadtbibliothek ihre Autonomie verlor

„Von der Stadtbibliothek zur Vereinigten Königlichen Kreis- und Stadtbibliothek Augsburg“, so der Titel eines Vortrags von Edith Seidl in der Staats- und Stadt­bibliothek in der Schaezler­straße 25 am kommenden Dienstag, 20. November um 19.30 Uhr.



Zehn Tage bevor mit der Übernahme der Staats- und Stadtbibliothek durch den Freistaat Bayern deren 475-jährige Geschichte als städtische Bibliothek endgültig zu Ende geht, berichtet die Historikerin Edith Seidl über die nicht weniger einschneidenden Ereignisse vor gut 200 Jahren. 1806 verlor Augsburg seinen Status als Freie Reichsstadt und fiel an das Königreich Bayern. Dies hatte auch weitreichende Folgen für die 1537 gegründete Stadtbibliothek. Fast alle Handschriften, darunter die weltberühmten griechischen Codices, sowie eine Reihe seltener Drucke mussten an die Münchener Hofbibliothek abgeliefert werden. Doch nur wenige Jahre später wurde mit der Vereinigung der verbliebenen städtischen Bücher mit den Buchbeständen aus aufgelösten Klosterbibliotheken der Grundstock der heutigen Staats- und Stadtbibliothek gebildet. Der Eintritt ist frei.