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Mittwoch, 08.07.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

AEV verliert gegen Wolfsburg

Nach 14 Heimspielen in Folge, in denen die Augsburger Panther immer punkten konnten, gab es erstmals seit dem 20. Oktober für den AEV keine Zähler im Curt-Frenzel-Stadion. Das Team von Trainer Tray Tuomie unterlag gegen die Wolfsburg Grizzlys mit 2:4. Die Tore für die Panther erzielten Jaroslav Hafenrichter (26.) und Brady Lamb (29.). Für Wolfsburg waren Spencer Machacek (2.), Alexander Johansson (14.), Fabio Pfohl (53.) und Mathis Olimb (60.) erfolgreich.

Foto: © sport-in-augsburg.de

Die Partie begann dabei denkbar schlecht. Zwar waren die Panther ganz gut im Spiel, aber nach 87 Sekunde setzte es die kalte Dusche: Nach einem schnell vorgetragenen Angriff der Gäste zog Machacek direkt ab und traf zur Führung für die Grizzlys (2.). Der AEV suchte nach einer schnellen Antwort und hatte vor allem im ersten Powerplay einige gefährliche Schüsse durch Patrick McNeill (8.) und Scott Kosmachuk (8., 9.), aber Felix Brückmann war – wie schon beim letzten Aufeinandertreffen – stets zur Stelle. Und seine Vorderleute blieben höchsteffizient, denn mit Ablauf der zweiten Strafe der Gäste erhöhte Wolfsburg. Torschütze war Johansson, der Brady Lamb mit einer starken Bewegung aussteigen ließ und dann trocken und unhaltbar zum 0:2 einschoss (14.).

AEV gelingt Traumkombination zum Anschlusstreffer

Mit diesem Spielstand ging es auch ins zweite Drittel und dies gehörte fast komplett den Panthern. Nach einem recht verhaltenen Beginn gab es nach fast genau fünf Minuten ein absolutes Highlight: Nach traumhaftem Direktspiel über Drew LeBlanc und Kosmachuk musste Hafenrichter die Kombination nur noch mit einem Schuss ins leere Tor abschließen (26.). Die Grizzlys hätten wenig später beinahe den alten Abstand wieder hergestellt, als plötzlich gleich drei Wolfsburger vor Olivier Roy auftauchten, aber Augsburgs Goalie blieb Sieger (28.).

Überzahlsituationen entscheiden das Match

Der Treffer fiel dann auf der anderen Seite. Zunächst ließ LeBlanc eine gute Möglichkeit noch ungenutzt (29.), aber Sekunden danach konnten die Fans jubeln. Lamb hatte den Puck einfach Richtung Tor befördert und dieser ging an Freund und Feind vorbei genau ins Kreuzeck (29.). Der AEV wollte das Spiel nun komplett drehen und hatte noch einige gute Chancen, aber ein weiterer Treffer fiel im Mitteldrittel nicht.

Im dritten Abschnitt dominierten dann lange die Abwehrreihen – bis die Gäste lange mit zwei Mann mehr agieren durften und diese Situation auch nutzten. Pfohl zielte aus spitzem Winkel ganz genau und markierte das 2:3 (53.). Und diese Aktion war letztlich der Unterschied im Spiel, denn die Panther konnten wenig später eine fast identische Situation nicht nutzen, als man selbst über eine Minute mit fünf gegen drei spielen durfte.

Dienstag geht es in Nürnberg weiter

Tray Tuomie nahm am Ende auch noch Roy frühzeitig vom Eis, aber der nochmalige Ausgleich wollte nicht fallen. Im Gegenteil: Olimb besorgte mit seinem Treffer ins leere Tor den Endstand zum 2:4 (60.).

Für den AEV geht es nun bereits am Dienstag bei den Thomas Sabo Ice Tigers weiter, ehe man am Donnerstag die Eisbären Berlin und Sonntag die Adler Mannheim empfängt.