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Dienstag, 21.01.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

AEV schlägt KEV mit Hängen und Würgen – aber verdient

Thomas Jordan Trevelyan bejubelt sein Tor © Siegfried Kerpf

Im Kellerduell der DEL besiegten die Augsburger Panther die Krefeld Pinguine in einem schwachen Eishockeyspiel im ausverkauften CFS-Stadion mit 3:0 (0:0, 1:0, 2:0). Die vorentscheidenden Tore der Augsburger erzielten Adam Payerl und Thomas J. Trevelyan. Verteidiger Patrick McNeill entschied mit einem Emty-Net-Goal eine Partie vielen Fehlpässen auf beiden Seiten.
Bemerkenswert – neben dem Geschehen auf dem Eis – ist das zum 6. Mal ausverkaufte Curt-Frenzel-Stadion sowie der Sachverhalt, dass nicht wenige AEV-Fans in AEV-Coach Tray Tuomie den Verantwortlichen für die eher durchwachsene DEL-Saison sehen: Zu Beginn gab es Pfiffe bei der Namensnennung gegen Tuomi, der den sportlich enttäuschenden White-Ersatz Mitch Callahan gescoutet haben soll.
Zum Sport: Die Augsburger Panther haben zwei Tage nach der deutlichen Derby-Niederlage in München in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gegen die Krefeld Pinguine siegten die Panther am Ende nicht unverdient mit 3:0. Die Treffer für den AEV erzielten Adam Payerl (35.), T.J. Trevelyan (55.) und Patrick McNeill (58.). Für Olivier Roy war es der erste Shutout der laufenden DEL-Saison.

Zwei Veränderungen

Tray Tuomie veränderte sein Team dabei zweimal. Christoph Ullmann rückte für Alex Lambacher ins Lineup und im Tor erhielt Roy den Vorzug vor Markus Keller. Der Panthergoalie hatte dabei im ersten Drittel zweimal Glück.

Erst konnte er in der 11. Minute einen Schuss von Jacob Lagace gerade noch an die Latte abwehren und in der 18. Minute war er bereits geschlagen, aber der Innenpfosten rettete bei einem Schuss von Garrett Noonan für den Frankokanadier.

Auch die Panther hatten gute Möglichkeiten – so scheiterte beispielsweise Drew LeBlanc nach Zuspiel von Daniel Schmölz beim direkten Gegenzug nach dem Lagace-Lattenknaller an Dimitri Pätzold (11.). Insgesamt investierte der AEV im ersten Durchgang auch mehr ins Spiel, aber Krefeld wirkte gefährlicher und so ging es torlos in die erste Pause.

Payerl zum 1:0

Im zweiten Drittel wurden die Panther stärker, aber es dauerte bis zur 35. Minute, ehe die Zuschauer erstmals jubeln konnten. In Unterzahl fing Marco Sternheimer einen Angriff der Gäste ab, schickte Payerl auf die Reise, der Pätzold umspielte und zum 1:0 einschob.

Eine höhere Führung wäre möglich gewesen, aber Christoph Ullmann scheiterte praktisch mit der Sirene freistehend aus kurzer Distanz an Pätzold (40.). So blieb es auch im dritten Spielabschnitt spannend und beide Teams hatten Möglichkeiten.

Doppelschlag zur Entscheidung

Die Entscheidung fiel letztlich erneut in Unterzahl des AEV, als Trevelyan den Puck eroberte und den folgenden Alleingang kurz nach Ende der Strafe gegen McNeill eiskalt abschloss (55.). Und McNeill war es dann wenig später, der für die endgültige Entscheidung sorgte. Der Blueliner traf in der 58. Minute ins leere Krefelder Tor und konnte seinen ersten Saisontreffer bejubeln.

Für die Panther geht es nun mit einem weiteren Heimspiel am 2. Weihnachtsfeiertag gegen die Thomas Sabo Ice Tigers weiter, ehe man viermal in Serie auf fremdem Eis antreten muss.