Die Augsburger Zeitung

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Freitag, 17.11.2017 • Nr. 321 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Lösch: Stadt lässt nach Altlasten suchen

Das Umweltamt der Stadt Augsburg hat eine Krumbacher Firma mit der Durchführung einer historischen Erkundung der Altablagerung „Schwarzer Weg“ beauftragt.

Sanierungsarbeiten am Stempflesee, wo Lösch gefunden wurde

Sanierungsarbeiten am Stempflesee, wo Lösch gefunden wurde (c) DAZ

Im Rahmen der Erkundung soll die Nutzungshistorie der Altablagerung insbesondere mittels einer Archivrecherche und der Befragung von Zeitzeugen rekonstruiert werden. Die vom Umweltamt anvisierte Verdachtsfläche befindet sich unmittelbar westlich der Wertach, südlich der B17 am Wasenmeisterweg. Da bisher jedoch nur wenige Hinweise vorliegen und darüber hinaus der genaue Umgriff der jeweiligen Teilbereiche nicht bekannt ist, wurden die umliegenden Flächen ebenfalls als Verdachtsflächen in den Umgriff mit aufgenommen.

Der “Augsburger Lösch” ist Schlacke, die bei der Verbrennung von Steinkohle zur Gasgewinnung entstanden ist. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden auf diese Weise Unmengen an Verbrennungsrückständen, die “Lösch” genannt wurden. Eine Art grobkörnige und schwarze Schlacke, die an erkaltete Vulkanasche erinnert und im schlimmsten Fall mit giftigen Stoffen kontaminiert ist. Lösch wurde bis in die 70er Jahre als Wegebaumaterial verwendet, auch für die zahlreichen Wege im Augsburger Stadtwald, der zum Trinkwasserschutzgebiet der Stadt gehört.


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