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Dienstag, 25.7.2017 • Nr. 206 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
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Eine Welt-Tage mit Fair Handels Messe Bayern

Auch wenn die genauen Umsatzzahlen der Standbetreiber noch ausstehen, fällt eine erste Bilanz der Fair Handels Messe Bayern positiv aus.

Von Udo Legner

Die inzwischen zweitägige Fair Handels Messe Bayern, die erstmals im Juli 2007 im Augsburger Rathaus stattfand, hat seit 2015 ihren festen Platz im Messekalender im Kongress am Park. Veranstaltet wurden die „Bayerischen Eine Welt-Tage 2017“ vom Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., dem bayerischen Dachverband der Eine Welt-Akteure in Bayern in Kooperation mit der Lokalen Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg. Diese Fair Handels Messe ist keine Besuchermesse, sondern eine Verbrauchermesse. In erster Linie dient sie dazu, dass sich Wiederverkäufer - in aller Regel Eine Welt-Läden - über die neuesten Produkte und Trends im Fair Trade Bereich informieren. An fast 50 Ständen, die vor allem von Direktimporteuren betrieben wurden, konnten sich die Messebesucher ein Bild von der Vielfalt neuester Fair-Trade-Produkte und von den aktuellen Entwicklungen in der Eine Welt-Arbeit machen.

Models der Fair Trade Modenschau Lisa Zenker und Riana Ruppenthal Foto: (c) Barbara Holl

Models der Fair Trade Modenschau Lisa Zenker und Riana Ruppenthal Foto: (c) Barbara Holl

Der Hingucker an beiden Messetagen war die faire Modenschau, die im Foyer der Kongresshalle über den Laufsteg ging. Mit einer professionellen Performance - von Helga Schuster moderiert - präsentierten Models jeglichen Alters gekonnt nicht nur Kleidung, sondern auch Hüte,Taschen, Schmuck und Berufskleidung. An zahlreichen Infoshops, in Workshops und  Vorträgen wurden unterschiedliche Formen und Ansätze des Globales Lernens, internationaler Partnerschaftsarbeit und die Arbeit der bayerischen Eine-Welt Promoterinnen und der kommunalen Eine-Welt Arbeit präsentiert.

Ein Höhepunkt des umfangreichen Begleitprogramms war der Vortrag von Shay Cullen, dem Leiter der PREDA-Stiftung für Kinderrechte auf den Philippinen zum Thema: „Fair Trade Mangos von Preda – erfolgreich für Kinderrechte“. Bereits am Eingang zur Messe wurden in 8 Rollups die Grundprinzipien des Fairen Handels erklärt und die Besucher erfuhren im Vorübergehen, was es mit Siegel, Zeichen und Marken im Fairen Handel auf sich hat. “Faire Stadtschokoladen, Faire Städtekaffees, fair gehandelte Bälle für Schulen und Vereine, Orangensaft - Fair genießen statt auspressen“ - die Themen der Schautafeln verdeutlichten eindrucksvoll, wie fairer Handel nachhaltig in unseren Alltag hineinwirken und gleichzeitig Zukunftschancen in den sogenannten Entwicklungsländern eröffnen kann.

Darüber hinaus stand die Veranstaltung im Zeichen der Begegnung. Zahlreiche Politiker aus dem Europäischen Parlament, dem Deutschen Bundestag und dem Bayerischen Landtag waren neben Vertretern des Augsburger Stadtrats vertreten. Dr. Norbert Stamm, Leiter des Büros für Nachhaltigkeit / Geschäftsstelle Lokale Agenda 21, betonte, dass es dem parteiübergreifenden Engagement und Konsens der Augsburger Politiker zu verdanken sei, dass im Kontext der Lokalen Agenda 21 weitreichende und verbindliche Zukunftsleitlinien für eine nachhaltige Stadtentwicklung festgeschrieben werden konnten.


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