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Dienstag, 21.07.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Fuggerstraße: Baum-Allianz begrüßt Erhalt der Linden – fordert aber sofortige Schutzmaßnahmen

Die Baum-Allianz begrüßt die geplante Neu­ge­staltung der Fugger­straße mit dem Erhalt der beste­henden Linden. In einem Schreiben an Ober­bürger­meister Dr. Florian Freund fordert sie jedoch, die Bäume bereits vor Beginn der eigent­lichen Umge­staltung besser zu schützen und zu pflegen.

Von Bruno Stubenrauch

Bild: Monica Smekal / Gemini

Mit einem Grundsatzbeschluss zur Neuge­staltung der Fugger­straße will die Stadt von früheren Planungen abrücken (DAZ berichtete). Anders als bisher sollen die beiden bestehenden Baumreihen erhalten bleiben und durch weitere Linden ergänzt werden und der Straßenraum klima­ange­passter gestaltet werden.

Die Baum-Allianz wertet diesen Kurswechsel als Erfolg ihrer lang­jährigen Forderungen. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass die bestehenden Linden über Jahre hinweg kaum gepflegt worden seien, weil lange Zeit von ihrer voll­ständigen Entfernung ausgegangen worden sei.

Sofortiger Schutz statt Warten auf den Umbau

Nach Ansicht der Initiative reicht der politische Beschluss zum Erhalt der Bäume allein nicht aus. Die offenen Pflanz­streifen müssten kurzfristig vor parkenden Fahrrädern, Motor­rädern und anderen Nutzungen geschützt werden. Zudem fordert die Baum-Allianz eine Sanierung und Belüftung des Wurzelraums sowie eine fachgerechte Kronenpflege.

Auch bereits entstandene Lücken in der Allee sollten nach Auffassung der Initia­tive möglichst bald mit Linden ver­gleich­barer Größe geschlossen werden, damit das histo­rische Alleebild bis zur späteren Umge­staltung wieder­her­gestellt wird.

Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2009 aus Sicht der Initiative überholt

Kritisch bewertet die Baum-Allianz zudem den städte­bau­lichen Wett­bewerbs­entwurf aus dem Jahr 2009. Die damals vorgesehene mittige Promenade und eine verlegte Straßen­bahn­trasse ent­sprächen nach ihrer Ein­schätzung nicht mehr den heutigen Rahmen­bedingungen. Vor einer weiteren Planung müsse die Stadt zunächst einen rea­listi­schen Straßen­quer­schnitt als ver­bind­liche Grundlage festlegen.

Der Stadtrat will am 30. Juli mit einem Grund­satz­beschluss den Weg für die Über­ar­beitung der Planung freimachen. Nach der Beschluss­vorlage soll die Neu­gestal­tung auf dem beste­henden Boule­vard­konzept aufbauen, zugleich aber den Erhalt der Bestands­bäume und einen höheren Anteil unver­siegelter Flächen berück­sichtigen.