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Montag, 02.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

„Runder Tisch“ gegen das Freilicht­bühnen-Aus

Stadt will mit „vielen Freilicht­bühnen“ den Kultur­sommer retten

Nach dem Schock über die statisch bedingte Schließung der Freilicht­bühne am Roten Tor geht die Stadt­verwaltung nun in die Offensive. Mit einem neu initiierten Format will Ober­bürger­meisterin Eva Weber den Augsburger Kultur­sommer retten.

Von Bruno Stubenrauch

Ein Runder Tisch soll es richten (Symbolbild)

Hierbei setzt die Rathausspitze auf Dialog: Unter dem Motto „Eine Stadt, viele Freilicht­bühnen“ sollen Akteure der lokalen Szene gemeinsam mit der Stadt­verwaltung an Lösungen arbeiten.

Sicherheit nicht verhandelbar“

Die Nachricht vom baulichen Verfall der historischen Tribüne traf die Stadt laut offizieller Mitteilung hart. Doch das Baureferat bleibt auch hart: Die Stand­sicherheit sei nicht mehr nach­zuweisen, ein Weiter­betrieb lebens­gefährlich. Für die Stadt gelte hier das Credo: „Sicherheit geht vor“. Der Schutz der Bürger sei nicht verhandel­bar und lasse somit keinerlei Spielraum für Abwägungen zu.

Dezentrale Konzepte als „frischer Impuls“

Um den Totalausfall der Saison 2026 zu verhindern, wurde Kultur­referent Jürgen Enninger beauftragt, kurzfristig einen „Runden Tisch“ einzu­berufen. Das Ziel: Die Krise als Chance begreifen. OB Eva Weber betont, dass man jetzt ein „Mit­ei­nander statt Gegen­einander“ brauche. Man sehe die Chance, die Kultur nun „dezentral an über­raschende Orte“ zu bringen und der Stadt so einen frischen Impuls zu verleihen.

Pragmatische Lösungen gesucht

Auch der Kulturreferent wirbt für Opti­mismus. Es gelte, Kräfte zu bündeln und „prag­matische Lösungen zu entwickeln“, so Enninger. Kunst und Kultur sollen zum „Motor einer lebendigen Innen­stadt­entwicklung“ werden, indem sie ihre Plätze im gesamten Stadtgebiet neu finden. Man wolle die Bereit­schaft der Akteure bündeln und gemeinsam neue Per­spektiven für die Sommer-Kultur erarbeiten. Bereits jetzt gäbe es zahlreiche Kultur­schaffende, die dazu beitragen möchten, die Krise durch „kreative Übergangs­lösungen“ zu meistern.


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