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Dienstag, 27.01.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

Fraktion Bürgerliche Mitte hält nichts von der Plakatierungs­verordnung

Die Fraktion „Bürgerliche Mitte“ (Freie Wähler, FDP, Pro Augsburg) drängt auf eine Reform der Augs­burger Plaka­tierungs­vorschriften. Laut Fraktions­chef Lars Vollmar (FDP) hätten die 2024 beschlos­senen Ein­schrän­kungen ihr Ziel verfehlt.

Von Bruno Stubenrauch

Anstatt die Plakatflut zu dämmen, hätten die ein­schrän­ken­den Rege­lungen lediglich zu einer massiven Ver­lagerung in Wohn­gebiete und zu frag­würdigen Ausweich­strategien der Parteien geführt. Konkret kritisiert die Fraktion das pauschale Plakatier­verbot an Bäumen, das die Parteien an die Laternen­pfähle der Wohn- und Gewerbe­gebiete verdrängt habe. Die Bürger­liche Mitte fordert hier eine Rückkehr zur Baum-Plaka­tierung unter Berück­sichti­gung des Natur­schutzes.

Um zudem die Blockade attraktiver Standorte zu verhindern, soll künftig pro Laterne nur noch ein Plakat pro Bewerber zulässig sein – bisher belegen Parteien oft mit zwei über­einander­hängenden Postern einen Mast exklusiv.

Stopp für Schein-Events

Durfte schon vor dem 25. Januar aufgehängt werden: „Platzhalter“-Einladung zum Neujahrsempfang

Ein weiterer Dorn im Auge ist der Fraktion der Miss­brauch von Ver­an­stal­tungs­werbung: Viele Par­teien würden Stand­orte vorab mit Ver­an­stal­tungs­hin­weisen reser­vieren, um diese pünkt­lich zum Wahl­kampf­beginn durch echte Wahl­plakate zu er­setzen. Dies soll durch ein Verbot solcher Wer­bung un­mittel­bar vor dem Start­schuss unter­bunden werden.

Nicht zuletzt setzt sich die Frak­tion für die ehren­amt­lichen Helfer ein: Der Plaka­tie­rungs­beginn soll von Mitter­nacht auf 20 Uhr vor­verlegt werden, um nächt­liche Ein­sätze zu ver­meiden und die Kon­trolle durch das Ord­nungs­amt zu erleichtern.