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Mittwoch, 21.01.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

OB-Kandidat Wegner mahnt fairen Wahlkampf an

In einem offenen Brief an seine Mitbewerber um das Augsburger Ober­bürger­meister-Amt setzt sich Roland Wegner (V-Partei³) für mehr Fairness und Chancen­gleichheit im Wahlkampf ein.

Von Bruno Stubenrauch

Hauptkritikpunkt ist der Ausschluss kleinerer Parteien von öffent­lichen Podiums­diskussionen, was Wegner als Be­ein­trächti­gung der demo­kratischen Qualität und des öffent­lichen Vertrauens wertet.

Fairness-Kodex und eine eigene Veranstaltung

Wegner schlägt daher die Einführung eines freiwilligen Fairness-Kodex vor: Die Kandidaten sollen sich gemeinsam für inklusive Ver­an­stal­tungen stark machen, das Fehlen von Mit­bewer­bern transparent themati­sieren und anerkennen, dass demo­kratische Gleichheit unab­hängig von der Partei­größe gelten muss.

Als praktisches Zeichen für diese politische Reife regt Wegner an, eine eigene, gemein­schaftlich finan­zierte Dis­kussions­runde mit allen zehn Bewerbern zu organisieren.

Erste Nagelprobe heute Abend?

Als Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl gelabelt, aber nur vier sind geladen (Screenshot Instagram)

Ob Wegners Vor­schlag an­kommt, kann sich gleich am heuti­gen Mitt­woch, 21. Ja­nuar zeigen: Um 18.30 Uhr laden Akti­visten um Fridays for Future unter dem Label „Kommunal­wahl“ Poli­tiker zur Podiums­dis­kussion zu Klima­themen ein (DAZ berich­tete). Wer aller­dings das gesamte Spek­trum von Par­teien und Wähler­gruppen er­wartet, wird ent­täuscht sein. Nur die Linke, die Grünen, SPD und CSU wurden ein­geladen. Bei Volt, V-Partei³, FDP und Pro Augsburg kam das nicht gut an, wie die Kommen­tare unter dem Ver­anstal­tungs­plakat auf Insta­gram zeigten.