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Mittwoch, 15.07.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

KOMMUNALWAHL 2020

Rennen um Unterstützerunterschriften: Aux und AIB treten auf der Stelle

Für Parteien und Listenvereinigungen, die 2020 erstmalig in die Bayerischen Rathäuser einziehen wollen, schreibt die Gemeindeordnung eine bestimmte Anzahl von Unterstützer-Unterschriften vor. In Augsburg müssen bis zum 3. Februar Punkt 12 Uhr 470 Personen auf jeder Liste der fünf zur Auswahl stehenden Listen unterschrieben haben. Sind es weniger, fällt der Wahlkampf für diese Liste flach, da sie die erste Hürde nicht genommen haben. Den aktuellen Stand der Unterschriften dokumentiert die DAZ.

Stand: Donnerstag, den 2. Januar 2020:

Position I Generation AUX (275)

Im Kampf um die Starterlaubnis zur Kommunalwahl 2020 in Augsburg tritt Generation AUX mit nur 4 Unterschriften Zuwachs auf der Stelle. Sich von 271 Unterschriften auf 275 zu verbessern, ist nur ein kleiner Ausschlag, und zwar der kleinste der gesamten Konkurrenz. Damit hat diese Liste zwar ihre Pole-Position verteidigt, aber langsam sollten sich Brandmiller und Co. ins Zeug legen.

Position II WSA (228)

Mehr Zuwachs konnte die WSA-Liste melden: Von 212 auf 228 Unterschriften ist diese Liste um 16 Punkte gewachsen. Für die OB-Kandidatur von Anna Tabak haben bis jetzt 243 Unterstützer unterschrieben, damit hat sich Frau Tabak um 19 Punkte verbessert.

Position III V-Partei (200)

Wer bewusst isst, lebt gesünder und macht zum Beispiel mit Fleischverzicht nebenbei noch Politik. Diese Formel könnte in ihrer Verkürzung, wie das bei Formeln eben nicht selten der Fall ist, zu großem Zuspruch bei der V-Partei führen. Wer sich von 154 Unterschriften auf 200 verbessert, ist aus den Startschwierigkeiten heraus und eilt mit großen Schritten dem Ziel entgegen. Erneut die schnellste Runde für die Freunde des bewussten Essens. OB-Kandidat Wegner kann sogar 204 Kerben in seine imaginäre OB-Kette eingravieren lassen.

Position IV DIE PARTEI (116)

Die Polit-Scherzkekse von “Die Partei” bleiben im Rennen und haben sich von 97 Punkten (= Unterschriften) auf 116 Punkte verbessert. Der zweitgrößte Schritt dieser Runde. Kein schlechtes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Listen-Akteure um ihre Königin McQueen von der Augsburger Lokalpolitik etwa so viel Ahnung haben wie Jogi Löw vom Fußball (wenig), und dabei in etwa so bekannt sind wie Arno Löbs Punkband Impotenz in Palermo (gar nicht). Von 121 Stimmen auf 141 konnte sich OB-Kandidatin Lisa McQueen steigern. Damit kegeln die Amateure von DIE PARTEI die Politprofis von Augsburg in Bürgerhand in beiden Disziplinen auf den letzten Platz.

Position V Augsburg in Bürgerhand (97)

Wenn man bedenkt, dass Bruno Marcon sehr lange im politischen Geschäft ist, attac-Augsburg hinter sich haben sollte und mit seiner erfolgreichen Bürgerentscheid-Attacke auf die swa-Fusionspläne erhöhte Bekanntheitswerte haben müsste, dann kommt diese Unterschriftenzahl einer Katastrophe gleich. Augsburg in Bürgerhand und Marcon sind offenbar so augsburgerisch konfiguriert, dass sie nur Augsburger Wähler ansprechen, die traditionsbewusst stets zur letzten Sekunde unterschreiben. Oder es ist so, dass Marcons lahme Liste zwar seinen Guru-Status untermauert, aber keine Wähler in die Bürgerbüros zieht? Handelt es sich um eine Verliererliste, deren politische Anziehungskraft niemand anzieht? Von 91 auf 97 Unterschriften hat sich die AIB-Liste kaum entwickelt. Bei der OB-Frage wurde Bruno Marcon von der gänzlich unbekannten Lisa McQueen bereits überholt: 7 Zusatzpunkte, also insgesamt 133 Unterzeichner hat Polit-Guru “Schnecke” Marcon für seine OB-Kandidatur zu vermelden. “Noch ist Polen nicht verloren”, möchte man dieser Liste zurufen, doch dann sollten sie zusehen, wie McQueen und Freunde das machen: vor den Bürgerbüros stehen, vor den Bürgerbüros stehen und vor den Bürgerbürgerbüros stehen.

Das Bürgeramt veröffentlicht die Zahlen einmal pro Woche. Hier der Link.